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Berliner Stadtschloss
Nachdem die Markgrafen zuvor ihren zeitweiligen Aufenthalt im sog. Hohen Haus, Klosterstraße, genommen hatten, ließ sich Kurfürst Friedrich II. 1443 ein Schloß bauen. 1538 wurde es von Caspar Theiß im Renaissancestil umgebaut. 1643–1688 wurde es in unterschiedlichen Baustilen weiter ausgebaut.
Andreas Schlüter und Eosander von Göthe bauten es zwischen 1698 und 1716 zur Barockanlage um. Weitere bedeutende Architekten hinterließen hier ihre Spuren, z.B. Knobelsdorff, Langhans, Stüler und Schadow.
Nach den letzten Umbauten, vorgenommen von Ernst von Ihne, war der gewaltige Gebäudekomplex 192 m lang und hatte 1210 Räume.
Nachdem Wilhelm II. infolge der Novemberrevolution 1918 abdanken und emigrieren mußte, bezogen 1921 mehrere wissenschaftliche Institute und das Kunstgewerbemuseum das vom königlichen Hof verlassene Haus.
Im II. Weltkrieg stark zerstört, wurde das Schloss 1950/51 gesprengt und der Platz planiert. Die DDR sah in dem Gebäude-Komplex ein Symbol des verhassten Preußischen Militarismus.
Einziger komplett erhaltener Teil des Stadtschlosses ist das Portal IV, das in das Staatsratsgebäude integriert wurde. Vom Balkon dieses Portals rief Karl Liebknecht 1918 die Sozialistische Republik Deutschland aus ...
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