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Museumsinsel
Seit 1824 entstanden auf dem nördlichen Teil der Spreeinsel zwischen Kupfer- graben und Spree große Museumsbauten.
Ausgangspunkt war das von Karl Friedrich Schinkel errichtete Alte Museum am Lustgarten für die Aus- stellung der königlichen Sammlungen. Nach seiner Fertigstellung wurde die Nordspitze der Spreeinsel zu einer „Freistätte für Kunst und Wissenschaft” ausgebaut.
Die auf Betreiben Friedrich Wilhelms IV. 1843 begonnenen Bauarbeiten für das Neue Museum wurden wegen der Revolution von 1848 erst 1855 im Innern vollendet. Den klassizistischen Bau mit zwei Innenhöfen realisierte, wie auch die bis 1876 errichtete Alte Nationalgalerie, Friedrich August Stüler.
Das Kaiser-Friedrich-Museum (heute Bodemuseum) an der Nordspitze der Insel entstand bis 1904 nach Entwürfen von Ernst von Ihne als neobarocker Gebäudekomplex.
Als letzter Museumsbau wurde bis 1930 das Pergamonmuseum Alfred Messels gebaut, das erste Architekturmuseum der Welt. Ausschlaggebend für die lange Bauzeit war wie bei allen Bauten der Museumsinsel auch die schwierige Fundamentgründung auf Eichen-Pfählen. Der Bau wurde in streng neoklassizistischer Form als Dreiflügelanlage ausgeführt. Das Projekt war für die damalige Baupolitik Preußens revolutionär.
2000 stufte die UNESCO die Museumsinsel als Weltkulturerbe ein.
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