Heilandskirche Sacrow

Heilandskirche Potsdamer Ortsteils Sacrow HaveluferQuert man die Glienicker Brücke von Berlin kommend in Richtung Potsdam, so sieht man auf dem gegenüberliegenden Ufer der Havel rechter Hand die wunderschöne Heilandskirche von Sacrow, dem kleinen Dorf nördlich der Kirche.

Architekt ist Ludwig Persius, der um 1844 eine repräsentable Kirche im dem damals für Potsdam typischen italienischen Stil schuf – mit freistehendem Campanile und einem Säulenumgang. Von hier läßt sich heute trefflich die Seenlandschaft der Havel genießen.

Im Kalten Krieg war dieses nicht möglich, lag doch die Heilandskirche inmitten des Todesstreifen und umgeben von der Mauer. Etwas weiter im Norden am Westufer der Havel war die Grenze zu West-Berlin mit den Ortsteilen Gatow und Kladow (Bezirk Spandau).
Nach der Wende wurde die heruntergekommene Bauwerk aufwendig saniert – wie auch das ganz in der Nähe gelegene Sacrower Schloss. Beide Bauten liegen in dem schönen und ebenfalls wieder hergestellten Schlosspark des Gartenbau-Architekten Peter Joseph Lenné. Hier erinnert tatsächlich nichts mehr an die Grenz-Situation des Kalten Krieges.

Heilandskirche, Sacrower Schloss und Schlosspark sind heute Teil der Potsdamer Havellandschaft, die seit 1990 als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft ist.