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Neue Synagoge
Die Neue Synagoge in der Oranienburger Str. wurde 1866 unter Anwesenheit Bismarcks eingeweiht. Architekt war Eduard Knoblauch.
Die im maurischen Stil erbaute Synagoge bestand aus einer Vorhalle mit vergoldeter Kuppel, flankiert von zwei kleineren eckigen Türmen, sowie dem angewinkelt sich ins Innere des Grundstücks erstreckenden Hauptraum mit 3 200 Plätzen. Sie galt als größter und prächtigster jüdischer Kultbau Deutschlands.
In der Pogromnacht vom 9./10.1938 wurde sie dank des Eingreifens des Polizeibeamten Wilhelm Krützfeld nur geringfügig beschädigt, 1943 aber durch Bomben schwer beschädigt. 1958 wurde die Ruine des Hauptraumes und der Kuppel abgetragen.
Nach Gründung der Stiftung „Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum” im Juli 1988 folgte am 10.11.1988 die symbolische Grundsteinlegung zum Wiederaufbau. 1994 öffnete die Neue Synagoge 1995 als Centrum Judaicum, mit einem Dokumentationszentrum, Bibliothek, Vortragsräumen und Repräsentantensaal, einer kleinen Synagoge und einem rituellen Bad (Mikweh).
Der Hauptraum wurde nicht wieder aufgebaut.
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