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Berlin Tour and Guide - Stadtrundfahrt in Berlin

Neue Wache
Die Neue Wache am Linden-Boulevard, Hauptwache für den Schlossbezirk, wurde bis 1818 von Schinkel in Form eines römischen Kastells errichtet. Sie gilt als seine erste Arbeit in Berlin und als ein Hauptwerk des deutschen Klassizismus.
Die Seitenfronten wurden aus Kostengründen aus Ziegel-Mauerwerk realisiert. Die geflügelten Siegesgöttinnen am Portikus stammen von Johann Gottfried Schadow. Das allegorische Relief im Giebelfeld geht auf einen Entwurf Schinkels zurück.
1930/31 baute Heinrich Tessenow das Gebäude zu einer Gedächtnisstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges um. Es entstand ein kreisrundes Oberlicht im Innenhof, Wachstube und Arrestzellen wurden entfernt, die Fenster zum Garten vermauert.
1945 von Fliegerbomben zerstört, wurde die Neue Wache bis 1957 restauriert und 1960 als „Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus” eingeweiht. 1969 wurde der Innenraum mit ewiger Flamme und dem Grabmal des Unbekannten Soldaten versehen.
Nach Aufstellung der vielfach vergrößerten Pieta von Käthe Kollwitz wurde 1993 der wieder umgestaltete Innenraum eingeweiht und das Mahnmal in „Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft” umbenannt.
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