Alexanderplatz

alexanderplatzIm Kalten Krieg war der Alexanderplatz offizielles Zentrum von “Berlin, Hauptstadt der DDR”, also Ost-Berlin. Das historische Zentrum um Gendarmenmarkt und Unter den Linden lag dem Politibüro zu nah an der Mauer.

So wurden am Alex wichtige Institutionen gebaut, wie das größte Hotel der DDR – heute ParkInn -, das Haus des Lehrers, Haus des Reisens und die Kongresshalle.
Auch die Weltzeituhr, der berühmte Treffpunkt am Alex, sowie der Brunnen der Völkerfreundschaft, zeugen von der Bedeutung, die die DDR diesem Platz zuschrieb.

Den Namen hat der Platz vom russischen Zaren Alexander I., der 1815 Berlin besuchte. Ihm zu Ehren wurde er umbenannt. Vorher hieß er einfach nur Ochsenmarkt. Tatsächlich befand sich hier einst ein Viehmarkt außerhalb der Stadtmauern.

In den 20er Jahren wurde der Alexanderplatz zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt östlich des alten Stadtzentrums. Westlich des Zentrums befand sich ein weiterer Verkehrsknotenpunkt – der Potsdamer Platz. Aus dieser Zeit stammt auch der wohl berühmtestete Berlin-Roman “Berlin Alexanderplatz” von Döblin.
Die einzigen Vorkriegsgebäude, die hier überlebt haben, sind das Alexander- und das Berolina Haus von Peter Behrens.

Nach der Wende wurde ein Ideenwettbewerb für den Platz ausgeschrieben. Der Architekt Hans Kollhoff gewann ihn. Er stellte sich den Bau einiger 150m hoher Türme vor.
Passiert ist bisher kaum etwas. Noch immer herrscht hier eine gewisse sozialistische Tristesse. Die versucht man loszuwerden – mit dem Bau neuer Shopping Center.

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