
Das spannende Künstlerviertel – hautnah
Beschauliches Friedenau. Schlendert man durch dieses Viertel, glaubt man eher in einem Kurort zu sein denn in der Metropole Berlin. Wunderschöne Häuser aus der Gründerzeit, elegante Plätze, baumbestandene Straßen. Friedenau ist ein Idyll.
Lernen Sie während unseres Stadtrundgangs Friedenau die einstige Gartenstadt vor den Toren Berlins kennen. Die einzigartige Atmosphäre dieses besonderen Viertels – Teil des Bezirks Schöneberg – war schon seit dem frühen 19.Jahrhundert Anziehungspunkt für Literaten, Wissenschaftler und andere Kreative.
Und wer hat hier nicht alles gewohnt – Uwe Johnson, Günther Grass, Erich Kästner, Max Halbe … Die Comedian Harmonists gründeten sich in Friedenau, der „Brücke“-Künstlers Karl Schmidt-Rottloff lebte und arbeitete hier in guter Gesellschaft.
Amüsantes Detail: In einer Kneipe im Haus Bundesallee 75 gründeten die jungen Schriftsteller Christof Buch, F.C. Delius und andere den „Arbeitskreis revolutionärer Schriftsteller“, Abkürzung ARSCH.
Auf dem Friedenauer Friedhof in der Stubenrauchstr. fanden Marlene Dietrich und Helmut Newton ihre letzte Ruhe.
Die spannende Stadtführung Berlin Friedenau ist eine Zeitreise in Berlins Künstler-Bohème des 19. und 20. Jahrhunderts.
Ein herausragendes Industriedenkmal gilt es hier allerdings auch zu bewundern – die Goerz-Höfe, gegründet 1897 als “ Optische Anstalt C. P. Goerz“. Heute haben hier – berlintypisch – kreative Dienstleister ihre Büros. Die beeindruckende Hofanlage ist denkmalsgerecht saniert. Ein Juwel.
Route (in etwa): Bundesplatz, Stubenrauchstr. Friedhof, Kirche „Zum guten Hirten“, Niedstr., Breslauer Platz, Perelsplatz, Varziner Platz …
Wenn Sie nur 1,5 Std. Zeit haben, endet die Tour am Breslauer Platz, ansonsten führt unser Guide Sie auch gern zu den Goerzhöfen und zurück zum Bundesplatz.
Eckdaten:
- Art der Tour: Stadtrundgang für geschlossene Gruppen bis max. 15 Pers.
- Termin: nach Wunsch
- Anfahrt: mit der S-Bahn, mit Ihrem eigenem Bus oder einen über uns gecharterten Fahrzeug.
- Dauer: ab 1,5 Std.
- Startort: i.d.R. S Bhf. Bundesplatz
- Sprachen: dt., engl.
Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gern.
- Tel.: 030 61 30 58 61
- Email: info@berlin-tour-and-guide.de




Schmuckplätze wie Bayerischer Platz und der Viktoria-Luise-Platz wurden angelegt.




City-West und Kurfürstendamm
Gebaut als Arbeiterviertel während der ersten Bevölkerungsexplosion des 19.Jahrhunderts,

Köpenick ist neben Spandau der älteste Ort Berlins. Als slawische Siedlung gegründet wurde er 1210 zum ersten Mal urkundlich erwähnt – lange bevor er mit der Gründung Groß-Berlins 1920 eingemeindet wurde.



Vom Hackeschen Markt geht es zum „Haus Schwarzenberg“, mit seinen Höfen, die noch sehr anschaulich zeigen, wie das gesamte Viertel einmal ausgesehen hat, als hier noch eine Arme-Leute-Gegend war. In den wilden Nachwendezeiten haben Künstler das leerstehende Areal besetzt und ein auch heute noch beliebtes Kulturzentrum geschaffen.


Im Jahr 1737 wurde hier ein Dorf von böhmischen – protestantischen – Religionsflüchtlingen gegründet, sie durften sich hier auf Einladung des preußischen Königs Friedrich-Wilhelm I. niederlassen und gründeten so „Böhmisch Rixdorf“.

Doch der junge Herrscher eines – noch – kleinen Königreiches hatte es sich in den Kopf gesetzt, hier seine Sommerresidenz zu bauen – auf dem Wilden Berg, dort wo sein Vater ein bescheidenes Anwesen hatte.

Die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts, Weltkrieg I., die konfliktreiche Weimarer Republik, Nazizeit, Häuserkämpfe am Ende des Krieges – Berlin wurde bis zu 95% mehr oder weniger zerstört – dann Wiederaufbau, Wirtschaftswunder im Westteil, Teilung, Mauer, Wiedervereinigung und jetzt wieder ein Bevölkerungsexplosion mit allen Vor- und Nachteilen. Diese Stadt kommt nie zur Ruhe.
