Leipziger Platz

Leipziger Platz achteckigen Form Berlin MitteIm 18. Jahrhundert wurde der heutige Leipziger Platz in der Friedrichstadt als eine von drei exemplarischen Platzanlagen als Oktogon (Achteck)  gestaltet.
Zu diesen repräsentativen Schmuckplätzen gehörte auch das Karrée am Brandenburger Tor (heute Pariser Platz) und das Rondel am südlichen Ende der Friedrichstraße (heute Mehringplatz).
Der Platz lag ursprünglich innerhalb der Stadtmauern von 1735 (Akzisemauer) am Potsdamer Tor. Hier erreichte die Reichstraße 1 die Stadt. Umbenannt zum Leipziger Platz wurde das Oktogon nach 1814 – um an die Völkerschlacht von Leipzig zu erinnern.
Außerhalb der Stadtmauern entwickelte sich schnell ein Verkehrsknotenpunkt, der Potsdamer Paltz, der in den 20er Jahren  verkehrsreichster Platz Europas wurde.

Vor dem Krieg standen hier preußische Ministerien, aber auch das größte Kaufhaus Europas, das Wertheim. Während der Luftangriffe des 2.Weltkriegs wurden Leipziger Platz wie auch Potsdamer Platz fast vollständig zerstört. Die Reste verschwanden dann mit dem Mauerbau 1961 im Todesstreifen östlich des Mauerverlaufs.

Nach der Wende wurde der Leipziger Platz in historischen Abmessungen wieder aufgebaut. Als erstes Gebäude entstand 1995 -1997 das Mosse-Palais. Der letzte Neuzugang ist die Mall of Berlin, im Herbst 2014 eröffnet. Sie steht genau dort, wo einst das legendäre Kaufhaus Wertheim stand.

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