Hiller-Brandt`sche Häuser

Hiller-Brandtsche Häuser breite Straße PotsdamNach seiner Inthronisierung im Jahr 1740 begann Friedrich II. sofort mit umfangreichen Baumaßnahmen in Potsdam.
Neben dem Bau seines späteren Lieblings-Schlosses Sanssouci, wurde auch die kleine und bis dato unbedeutende Residenzstadt aufgehübscht.
Zu diesem Zweck wurde viel Dekoration geschaffen –  auch normale Bürgerhäuser sollten eine ansprechende Fassade bekommen. Die Investition bezahlte der König aus seiner Privat-Schatulle.
Ein typisches Beispiel der Potsdamer Schau-Architektur sind die Hiller-Brandt`schen Häuser, benannt nach ihren Bewohnern, dem Kaufmann Johann Friedrich Hiller und dem Schneidermeister Johann Gehardt Brandt.  Normale Bürger also, die in einem Haus wohnen durften, dessen Fassade an Inigo Jones` Entwurf für Whitehall Palace in London erinnert. Baumeister dieser Prachtfassade ist der Baumeister Georg Christian Unger.
Der König und auch die Potsdamer Bürger waren so begeistert, dass Unger in der Folge noch dreihundert weitere Wohnhäuser und viele königliche Bauten in Potsdam errichten durfte, wie das Belvedere auf dem Klausberg oder die Neuen Kammern am Schloss Sanssouci.