Stadtführung Jüdisches Berlin - Neue Synagoge

Auf den Spuren jüdischen Lebens in der Spandauer Vorstadt (Scheunenviertel)

Vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten lebten in Berlin mit etwa 155.000 Juden und bildeten die größte jüdische Gemeinde in Deutschland. 55.000 Berliner Juden wurden in den Konzentrationslagern umgebracht. Heute umfasst die Jüdische Gemeinde hier etwa 12.000 Mitglieder.

In Berlin gab es kein Ghetto, die Juden wohnten verteilt über die ganze Stadt, vor allem auch im reichen Westen Berlins in Schöneberg und Charlottenburg.
In der Spandauer Vorstadt, die wir Ihnen auf unserer Stadtführung Jüdisches Berlin zeigen möchten, gab es allerdings auf relativ kleinen Raum viel jüdisches Leben  – ganz in der Nähe des ältesten Jüdischen Friedhof der Stadt (1671) und der Neuen Synagoge von 1866.  Hier befinden sich auch heute jüdische Schulen und Sozial-Einrichtungen und einige koschere Restaurants.

Viele Zeugnisse jüdischen Lebens sind auf immer verschwunden, aber unser kompetenter Stadtführer gibt Ihnen auf dieser Tour einen fundierten und lebendigen Überblick von dem, was war und geblieben ist. Er zeigt Ihnen auch die hier entstandenen Mahnmäler, die eindrucksvoll
von der Auseinandersetzung mit diesem schwierigen Thema zeugen.

Stadtführung Jüdisches Berlin – Highlights:

Hackescher Markt, Hackesche Höfe, Ort des Jüdische Aufstands (Rosenstr.), Heidereutergasse (Ort der ältesten Synagoge in Berlin), Auguststr., Sophienstr., Koppenplatz, Große Hamburger Str. („Toleranzstr.), ältester jüdischer Friedhof (Grabstein von Moses Mendelsohn), Neue Synagoge, Heckmannhöfe, orthodoxe Synagoge von Adass Jisroel  uvm …

Eckdaten:

  • Art der Tour: Private, nicht-öffentliche Stadtführung für Sie und Ihre Gruppe
  • Termin: nach Wunsch
  • Dauer:  2 Std.
  • Startort: Hackescher Markt,  S-Bhf.
  • Personenzahl: 1 – 20 Pers., ab 21 Pers. benötigen Sie weitere Guides
  • Guide: unsere professionellen Guides sind kompetent und aufgeschlossen
  • Sprachen: dt., engl. – viele weiteren Sprachen auf Anfrage

Unverbindliche Beratung und Buchung:

Berlin intensiv mit Berlin Tour and Guide

Potsdam im Herbst und Winter – ein romantischer Traum

Die Hochsaison ist vorbei, es wird ruhiger – auch in der Touristen-Hochburg Potsdam.

Ein guter Grund, diese wunderbare Stadt, seine Schlösser und Gärten in Ruhe zu besuchen.

Einst ein kleines Dorf auf sumpfigen Boden, weit weg von Berlin, der Hauptstadt Preußens, dann von Friedrich dem Großen zur Residenzstadt ausgebaut, ist Potsdam heute mit seinen Schlössern und Gärten eine der schönsten Städte Deutschlands.
Im Herbst und Winter ist Potsdam ein Geheim-Tipp, auch für großstadtgestresste Berliner. Hier kann man Ruhe, Schönheit und Kultur tanken.
Besuchen Sie während eines Potsdam Stadtspaziergangs mit uns Highlights und versteckte Schönheiten der Stadt – wie den Alten Markt, der mit dem rekonstruierten Palais Barberini ein fantastisches Kunst-Haus bekommen hat. Komplettiert wird dieser  Prachtplatz durch das wiederaufgebaute Stadtschloss und die weithin sichtbare Nikolai-Kirche von Karl Friedrich Schinkel.
Ganz in der Nähe befindet sich der Neue Markt, einer der best erhaltenen Barock-Plätze Deutschlands.
Oder entdecken Sie das berühmte Holländische Viertel und wandern von dort zum herrlichen Park Sanssouci. Betritt man den Park vom östlichen Haupteingang aus, sieht der Spaziergänger links die Friedenskirche, vom Italien-Liebhaber Friedrich-Wilhelm IV Mitte des 19.Jahrhunderts erbaut – im typisch frühchristlich/italienischem Stil. Ein faszinierendes Bau-Ensemble von Basilika, Kloster-Anlage und Campanile.
Und auf der rechten Seite des Park-Eingangs gilt es, die gerade sanierte Neptunsgrotte von Knobelsdorf zu bewundern. Ein barocker Traum Friedrich des Großen.

Dieses und noch viel mehr zeigen wir Ihnen auf unserem abwechslungsreichen Stadtspaziergang Potsdam. Viel Spaß!

Eckdaten:

  • Art der Tour: Privater Stadtspaziergang für geschlossene Gruppen.
  • Termin: frei planbar
  • Dauer: ab 2 Std.
  • Startort:
    nach Wunsch – i.d.R. vorm Hauptbahnhof
  • Personenzahl:
    Stadtspaziergang –  bis 20 Pers.
  • Sprachen: dt., engl., span., franz., ital., – weitere Sprachen auf Anfrage

Beratung und Buchung:

Durch uns werden Sie zum Potsdam-Fan, sogar im Herbst und Winter

Von Graffiti und Protestmalerei zur Streetart – ein Rundgang durch Kreuzberg

Berlin ist neben Lyon die wichtigste Streetart Metropole in Europa – weltweit zählt die Stadt zu den Top 5 – zusammen mit Philadelphia, Los Angeles und Mexiko City.

Wandmalerei hat in beiden Teilen der Stadt seine Geschichte. Nach der Wiedervereinigung verschmolzen die Tendenzen und Ansätze zu einem gemeinsamen Prozess, der bis heute eine Vielzahl an Werken hervorbringt und die Vielfältigkeit des künstlerischen Lebens in der Stadt widerspiegelt.

Wandbilder stehen nicht unter Denkmalschutz und sind so nur Kunstwerke auf Zeit.
Die Werke, die Sie in Berlin bewundern können, von Gert Neuhaus, Werner Brunner und von weiteren internationalen Künstlern sind weltberühmt.
Seit dem ersten Wandbild 1975 von Ben Wagin (Weltbaum I – Grün ist Leben), sind mittlerweile etwa 850 weitere Fassadenmalereien entstanden – von denen einige schon längst wieder Geschichte sind.

Unser Streetart-Experte führt Sie durch den pulsierenden Kiez Kreuzbergs und erzählt Ihnen anhand von vielen bekannten und weniger bekannten Beispielen die Geschichte der Wandmalerei von den Siebziger Jahren bis heute.

Eine Graffiti Tour mit Bus ist natürlich auch möglich.
Während dieser Streetart-Rundfahrt zeigen wir Ihnen auch das größte Wandbild der Welt.Das 22000 m² große Kunstwerk wurde 2013 fertiggestellt.

So lernen Sie Berlin von einer ganz anderen Seite kennen. Tauchen Sie ein in die Welt der Außenmalerei und hören Sie spannende Geschichten zu den einzelnen Kunstwerken.

Unverbindliche Beratung und Buchung hier:

 

2.+3. Foto von Norbert Martins

Berlin Führungen

Berlin Führungen – Berlin intensiv

Unsere Stadtführungen

Unsere spannenden Überblickstouren dienen zur ersten oder zweiten Orientierung in der noch fremden Stadt.
Darüber hinaus sind  unsere thematischen Stadtführungen in Berlin für diejenigen gedacht, die tiefer in Geschichte und Kultur in Vergangenheit und Gegenwart der Metropole eintauchen möchten. Berlin für Neugierige …

Spannende Themenschwerpunkte (Auswahl):

Berliner Mauer /Kalter Krieg

Stadtführungen zu diesem Thema sind sehr beliebt. Sie sind sowohl mit dem Fahrzeug als auch zu Fuß möglich. Unser kenntnisreicher Guide besucht mit Ihnen die wichtigen Stätten der Mauer-Geschichte, wie Checkpoint Charlie, Eastside Gallery, die Mauergedenktstätte Bernauer Straße, oder auf der Fahrt nach Potsdam auch die „Bridge of Spies“ …Rundgang, Rundfahrt

Preußens Glanz und Gloria / Die Haupstadt Preußens

Erleben Sie während des Stadtrundgangs durch das historische Stadtzentrum,
die Pracht der preußischen Metropole – auf dem herrlichen Gendarmenmarkt, dem Forum Fredericianum mit Humboldt-Universität, Staatsoper Unter den Linden. Und natürlich darf das Brandenburger Tor nicht fehlen. mehr

Architektur

Was die Architekten Helmut Jahn oder Renzo Piano nach der Wende am Potsdamer Platz geschaffen haben, gehört zu den Highlights postmoderner Architektur. Aber auch das Kulturforum mit der Philharmonie von Hans Sharoun oder das Band des Bundes von Schultes und Braunfels sind ein Muss für Architekturfans. mehr

Die dunklen Seiten der Hauptstadt

Wie jede Metropole hat auch Berlin seine dunklen Seiten. Wir rollen für Sie über 100 Jahre Kriminalgeschichte auf. Lernen Sie mehr über düstere Orte wie das Scheunenviertel, wo die Ringvereine das Sagen hatten, über spektakuläre Kriminalfälle, Gangster wie die Gebrüder Sass oder über den Erpresser Dagobert… mehr

Jüdisches Berlin

Ein sehr wichtiger Themenschwerpunkt für Berlin. Die jüdische Bevölkerung Berlins war so unermesslich wertvoll für Kultur, Handel und industrielle Entwicklung Berlins. Unser Rundgang durch die Spandauer Vorstadt gibt Ihnen eine Vorstellung davon. Wir besuchen u.a. den Ort der ersten Synagoge, den ältesten jüdischen Friedhof und natürlich die Neue Synagoge von 1866. mehr

Berlins spannende Kieze

Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Neukölln … Jeder Kiez hat eine andere Atmosphäre, andere Schwerpunkte. Tauchen Sie ein, in das, was Berlin wirklich ausmacht. Entdecken Sie die versteckten Seiten der Stadt – „off the beaten track“. Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Neukölln

Das industrielle Berlin

Um 1880 wurde Berlin die größte Industriestadt Deutschlands, Weltfirmen wie Borsig, AEG und Siemens gründeten sich hier Mitte des 19. Jahrhunderts. Noch heute ist man beeindruckt von den Kathedralen der industriellen Entwicklung wie die AEG Turbinenhallen in Oberschöneweide oder das Gasturbinenwerk in Siemensstadt. mehr

Haben Sie einen Schwerpunkt, der Sie besonders interessiert? Wenden Sie sich an uns. Unter unseren vielen thematischen Berlin Führungen in Berlin findet sich bestimmt auch die Richtige für Sie.

Kontakt für unverbindliche Beratung und Buchung:

Die Vielseitigkeit Berlins erfahren …

Unsere spannenden Überblickstouren dienen zur ersten oder zweiten Orientierung in der noch fremden Stadt.
Darüber hinaus sind  unsere thematischen Stadtführungen in Berlin für diejenigen gedacht, die tiefer in Geschichte und Kultur in Vergangenheit und Gegenwart der Metropole eintauchen möchten. Berlin für Neugierige …

Spannende Themenschwerpunkte (Auswahl):

Berliner Mauer /Kalter Krieg

Stadtführungen zu diesem Thema sind sehr beliebt. Sie sind sowohl mit dem Fahrzeug als auch zu Fuß möglich. Unser kenntnisreicher Guide besucht mit Ihnen die wichtigen Stätten der Mauer-Geschichte, wie Checkpoint Charlie, Eastside Gallery, die Mauergedenktstätte Bernauer Straße, oder auf der Fahrt nach Potsdam auch die „Bridge of Spies“ …Rundgang, Rundfahrt

Preußens Glanz und Gloria / Die Haupstadt Preußens

Erleben Sie während des Stadtrundgangs durch das historische Stadtzentrum,
die Pracht der preußischen Metropole – auf dem herrlichen Gendarmenmarkt, dem Forum Fredericianum mit Humboldt-Universität, Staatsoper Unter den Linden. Und natürlich darf das Brandenburger Tor nicht fehlen. mehr

Architektur

Was die Architekten Helmut Jahn oder Renzo Piano nach der Wende am Potsdamer Platz geschaffen haben, gehört zu den Highlights postmoderner Architektur. Aber auch das Kulturforum mit der Philharmonie von Hans Sharoun oder das Band des Bundes von Schultes und Braunfels sind ein Muss für Architekturfans. mehr

Die dunklen Seiten der Hauptstadt

Wie jede Metropole hat auch Berlin seine dunklen Seiten. Wir rollen für Sie über 100 Jahre Kriminalgeschichte auf. Lernen Sie mehr über düstere Orte wie das Scheunenviertel, wo die Ringvereine das Sagen hatten, über spektakuläre Kriminalfälle, Gangster wie die Gebrüder Sass oder über den Erpresser Dagobert… mehr

Jüdisches Berlin

Ein sehr wichtiger Themenschwerpunkt für Berlin. Die jüdische Bevölkerung Berlins war so unermesslich wertvoll für Kultur, Handel und industrielle Entwicklung Berlins. Unser Rundgang durch die Spandauer Vorstadt gibt Ihnen eine Vorstellung davon. Wir besuchen u.a. den Ort der ersten Synagoge, den ältesten jüdischen Friedhof und natürlich die Neue Synagoge von 1866. mehr

Berlins spannende Kieze

Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Neukölln … Jeder Kiez hat eine andere Atmosphäre, andere Schwerpunkte. Tauchen Sie ein, in das, was Berlin wirklich ausmacht. Entdecken Sie die versteckten Seiten der Stadt – „off the beaten track“. Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Neukölln

Das industrielle Berlin

Um 1880 wurde Berlin die größte Industriestadt Deutschlands, Weltfirmen wie Borsig, AEG und Siemens gründeten sich hier Mitte des 19. Jahrhunderts. Noch heute ist man beeindruckt von den Kathedralen der industriellen Entwicklung wie die AEG Turbinenhallen in Oberschöneweide oder das Gasturbinenwerk in Siemensstadt. mehr

Haben Sie einen Schwerpunkt, der Sie besonders interessiert? Wenden Sie sich an uns. Unter unseren vielen thematischen Stadtführungen in Berlin findet sich bestimmt auch die Richtige für Sie.

Kontakt für unverbindliche Beratung und Buchung:

Wir zeigen Ihnen auch das Berlin jenseits der großen Highlights, das Sie während öffentlicher Touren nicht zu sehen bekommen .. …

Stadtrundfahrt Berlin einmal anders

Wir organisieren ausschließlich private, nicht-öffentliche Touren für geschlossene Gruppen, aber auch für Alleinreisende, die viel Wert auf persönlichen Service legen.

In diesem Rahmen bieten wir Ihnen neben den klassischen – und sehr beliebten – Überblicks-Touren auch Rundfahrten an, die Ihnen Berlin „off the beaten Track“ zeigen.
Tauchen Sie mit uns ein in das Berlin der Berliner, mit seinen sehr unterschiedlichen Kiezen und spannenden, „geheimen“  Ecken, die Sie ohne unseren Guide kaum finden würden und die während  öffentlicher Touren garantiert nicht angefahren werden.

Erleben Sie mit uns zum Beispiel den faszinierenden Kreuzberger Kiez oder den Prenzlauer Berg,  der sich vom Hort des Widerstandes gegen das DDR-Regime, zu einem durchsanierten – gentrifizierten – Stadteil gewandelt hat.

Berlin Stadtrundfahrt einmal anders. Mit uns ins echte Berlin.
Nur für Sie. Mit Limousine, Minivan, Bus oder auch zu Fuß.

Vorschläge – andere Touren für Neugierige und Berlin-Fans:

Stadtrundfahrt „Düsteres Berlin“
Lernen Sie Orte der Berliner Kriminalgeschichte kennen, wie das Kriminalgericht Moabit,
den „Ochsenkopf“ oder den Krögel.Hören Sie von den „Falschen Fünfzigern“, der Berliner
Geldfälscherbande des 19. Jahrhunderts – von Karl Großmann, der „Bestie vom Schlesischen
Bahnhof“, den Gebrüdern Sass oder dem Kaufhauserpresser Dagobert ….
Berliner Kriminalgeschichte – spannend, gruselig, überraschend und humorvoll erzählt.
Lassen Sie sich überraschen.
Berlin einmal  anders – eine vunterhaltsam-gruselige Stadtrundfahrt.

„Industrie-Tour Berlin“
Während dieser 2-3-stündigen spannenden Stadtrundfahrt gehen wir u.a. den Spuren einiger legendären Unternehmer wie Louis Schwartzkopff nach, der für die Entwicklung Berlins zur Industriestadt von hervorragender Bedeutung war.
Wir besuchen das ehemalige „Feuerland“ an der Chausseestr., wo sich die ersten Industrien wie Siemens und Borsig ansiedelten. Auch die Eisenbahngeschichte und Geschichte der Telegrafie (AEG) spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle.
Unser Guide zeigt Ihnen wichtige ehemalige Industriestandorte /denkmäler des 19./20.Jahrhunderts und gibt Ihnen ein spannenden Einblick in Berliner Stadt- und Industriegeschichte.

Interesse geweckt? Wir bearten Sie gern:
Fon: +49(0)30 61 30 58 61
Mail
: info@berlin-tour-and-guide.de

Berlin Stadtrundfahrt exklusiv,
maßgeschneidert und ganz privat

Berlin Minivan TourSo lernen Sie die Metropole richtig kennen.

Für  Kleingruppen bis zu 7 Personen organisieren wir exklusive Stadtführungen mit komfortablem Minivan.
Eine intensive Tour jenseits des Massentourismus liegt vor Ihnen. Geplant ganz nach Ihren Vorstellungen, holen wir Sie z.B von Ihrem Hotel ab und zeigen Ihnen die Highlights der Stadt, aber auch Plätze jenseits der ausgetretenen Pfade.
Während einer Tages-Tour präsentieren  wir Ihnen neben Berlin auch gern das wunderbare Potsdam. Touren-Vorschläge hier

Unsere Berlin Minivan Tour bietet folgende Vorteile:

  • Persönliche Betreuung durch Ihren eigenen, professionellen Guide.
  • Er/Sie kann Ihre  Fragen beantworten und die Tour nach Ihren Vorstellungen gestalten. Hilfreiche Berlin-Tipps sind selbstverständlich.
  • Foto-Stopps und Pausen immer dort, wo Sie es wünschen.
  • Hervorragend ausgestattete Fahrzeuge mit erfahrenen Chauffeuren.

Unsere Fahrzeuge: Aktuelle VW Multivan und Mercedes Sprinter

Für 1-2 Pers. bieten wir Ihnen gern eine besondere Berlin Stadtrundfahrt mit Limousine an.

Kosten: Private Stadtrundfahrt Berlin – Fahrzeug, Driver + dt. oder engl. Guide
mit Mercedes Sprinter (- 7 Pers.), ab € 510 brutto

Berlin ganz nah – mit eigenem Fahrzeug und persönlichem Guide

Gern beraten wir Sie und stellen Ihnen eine Tour
nach Ihren Wünschen zusammen.

Rufen Sie uns einfach an unter der Tel.Nr.: 030 61 30 58 61
oder schreiben Sie uns eine Mail
: info@berlin-tour-and-guide.de

Auf den Spuren des alten Scheunenviertel – ein Spaziergang

Zur Zeit des Großen Kurfürsten wurden 1670 wegen der hohen Feuergefahr Scheunen im Stadtgebiet Berlins verboten. So entwickelte sich ein „Scheunenviertel“ außerhalb der alten Stadt.
Am heutigen Alexanderplatz befand sich der Viehmarkt, dort benötigte man Scheunen
für Stroh und Viehfutter, auch diese wurden nördlich der Stadtmauer etwa zwischen dem heutigen Hackeschen Markt und dem Rosa-Luxemburg-Platz errichtet.

Unter dem Preußenkönig Friedrich-Wilhelm I. mussten sich 1737 sich die Juden, die kein eigenes Haus besaßen, im Scheunenviertel niederlassen. So wurde dieses Viertel auch durch jüdische Kultureinflüsse geprägt, hier entstand die erste jüdische Synagoge in der Heidereutergasse und 1671 der Jüdische Friedhof in der Großen Hamburger Straße.

Hackesche Höfe Bezirk Mitte ScheunenviertelAb 1870 wurde Berlin zur größten Industriestadt in Europa, im Rahmen der daraus resultierenden Bevölkerungs-Explosion entstanden die berühmten Mietskasernenviertel, die allerdings bei weitem nicht ausreichten, dem Bevölkerungszuwachs Herr zu werden. Viele Neuankömmlige zogen ins Scheunenviertel, eine qualvolle Enge war die Folge.
Wer nicht arbeite verbrachte seine Zeit in den zahlreichen Kneipen, die hier entstanden, billiges Arbeitervergnügen, das dann aber Anfang des 20. Jahrhunderts auch das Bürgertum auf der Suche nach spannenden Nächten hierherzog. Es war die große Zeit der Ringvereine, mafiöse Vereinigungen, die hier alles unter ihrer Kontrolle hatten.

Die berühmteste Kneipe im Scheunenviertel war gewiss die Mulackritze in der Mulackstraße. Hier verkehrten u.a. Marlene Dietrich und Claire Waldorff. Diesen legendären Ort gibt es nicht mehr. Er wurde 1951 geschlossen und 1964 abgerissen. Das komplette Interieur konnte von Charlotte von Mahlsdorf gerettet werden und kann in ihrem Gründerzeit-Museum in Mahlsdorf besichtigt werden.
In der Weimarer Republik war das Viertel Schauplatz von antisemitischen Ausschreitungen, hier lebten viele arme Ostjuden.

Das alte Scheunenviertel in seiner ursprünglich Form existiert nicht mehr. Die Gegend um den Rosa-Luxemburg-Platz wurde in den 20er und 30er Jahren komplett neu gestaltet. Nur Straßennamen, wie Almstadt-, Mulack- oder Linienstraße erinnern noch an alte Zeiten.
Oft  wird „Scheunenviertel“ heute mit der Spandauer Vorstadt gleichgesetzt, wenngleich es nur der östliche Teil der „Vorstadt am Spandauer Tor“ war.
Mit Scheunenviertel verbindet man denn heute auch eher das hier entstandene Szeneviertel. Hier steppt der Bär vor allen an Wochenenden.

Begeben Sie sich während der Stadtführung Scheunenviertel auf eine spannende Zeitreise in diesen alte Berliner Kiez mit seiner wechselvollen Geschichte. Unser kenntnisreicher Guide präsentiert Ihnen Fakten und Anekdoten, die diesen Stadtrundgang zu einem Erlebnis machen.

Highlights der Tour:

U.a.: Hackescher Markt, Hackesche Höfe, Rosenthaler Str,, Neue Schönhauser Str.,  Mulackstr., Sophienstr. Sophie-Gips-Höfe, Sophienkirche, Große Hamburger-Str., Auguststr., Clärchens Ballhaus, Koppenplatz,  …

Eckdaten:

  • Art der Tour: Privater Rundgang  nur für Sie.
  • Termin: ganz nach Wunsch
  • Dauer: ca. 2 Std.
  • Startort:  S-Bhf Hackescher Markt
  • Personenzahl: 1-20 Pers., bei mehr Pers. benötigen Sie zusätzliche Stadtführer.
  • Guide: unsere Guides wissen auf (fast) jede Berlin-Frage eine Antwort
  • Sprachen: dt., engl., alle gängigen Sprachen auf Anfrage

Unverbindliche Beratung und Buchung:

Stadtführung Scheunenviertel – das alte Berlin lebt.

Stadtführung Neukölln, Rixdorf

…zwischen Szeneviertel, sozialem Brennpunkt
und ländlicher Idylle

Ein Spaziergang durch „Böhmisch-Rixdorf“

Schlendert man in der Nähe des Richardplatzes durch Berlins Bezirk Neukölln, so wähnt man sich an manchen Ecken auf dem Lande und weit entfernt von der Metropole Berlin. Kleine

Häuser aus dem 18. Jahrhundert von alten Mauern umfasst, in üppigen Gärten – eine Idylle.

Am Richardplatz, dem ehemaligen Dorfanger von Böhmisch-Rixdorf, erfreut den Spaziergänger die Bethlehemkirche, die spätmittelalterliche mit Feldsteinen erbaute Dorfkirche. Hier stößt man auch auf die historische Schmiede. Sie wurde 1624 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, noch immer werden hier Schmiedewaren gefertigt.– Kaum zu glauben, dass man sich hier mitten in Berlin befindet.

Stadtführung Neukölln, Rixdorf KircheIm Jahr 1737 wurde hier ein Dorf von böhmischen – protestantischen – Religionsflüchtlingen gegründet, sie durften sich hier auf Einladung des preußischen Königs Friedrich-Wilhelm I. niederlassen und gründeten so „Böhmisch Rixdorf“.
Während der Bevölkerungs-Explosion in der 2. Hälfte des 19.Jahrhunderts wuchs Rixdorf – die typischen Berliner Mietskasernen-Siedlungen entstanden auch hier. Berühmtheit erlangte Rixdorf Ende des 19. Jahrhunderts, das hiesige Nachtleben wurde berühmt-berüchtigt. „In Rixdorf is Musicke“ hieß es.
1912 wurde zum Geburtstag Wilhelm II..der Bezirk in Neukölln umbenannt, Rixdorf war zu sehr zum Symbol für schlüpfrige Unterhaltung geworden.

Heute zeigt sich in Neukölln-Nord, zu dem das alte Rixdorf gehört, ein spannender Mix aus Szeneviertel („Kreuzkölln“), migrantisch geprägtem Leben und dörflicher Idylle – nicht frei von Konflikten, aber ein lebendiger, lebenswerter Ort der Kontraste. So existiert auch das alte Böhmisch-Rixdorf weiter, mit seinen Gärten, wie dem wunderbaren Comeniusgarten, historischen Gebäuden aus dem 17.Jahrhundert, großbürgerlichen Villen, Mietskasernen – mit Berlinern, Zugezogenen, Hipstern und Touristen.

Lassen Sie sich von unserem kundigen Guide während der Stadtführung Berlin Neukölln das alte Böhmisch-Rixdorf zeigen und die Verwerfungen der letzten 250 Jahre erklären – ein spannender, manchmal nostalgischer, manchmal kontroverser Blick in die Vergangenheit und Gegenwart.

Eckdaten:

  • Art der Tour: Private Stadtführung nur für Sie (und Ihre Gruppe)
  • Termin: nach Wunsch
  • Dauer: ca. 1,5 Std.
  • Startort: i.d.R. Richardplatz
  • Guide: wir setzen ausschließlich kundige, erfahrene Stadtführer*innen ein
  • Personenzahl:
    Stadtführung zu Fuß: bis max 20 Pers., darüber hinaus benötigen Sie weitere Guides

Unverbindliche Beratung und Buchung:

Spannendes Berlin-Neukölln – zwischen dörflicher Idylle und  Großstadt-Hektik …

Vom Kulturforum zum Regierungsviertel – eine kleine Reise durch Berlins Architekturgeschichte.

Wir beginnen unser „Stadtführung Architektur Berlin“  am Kulturforum, das Anfang der Sechziger Jahre anhand des Masterplans von Hans Scharoun verwirklicht wurde. Dieser herausragende Architekt wollte fort von der typischen Berliner Blockbebauung und hin zu weiten, offenen Flächen. In der Nähe des kriegszerstörten Potsdamer Platzes konnte er dieses verwirklichen. Das herausragende Bauwerk ist hier die Philharmonie, größter Konzertsaal der Stadt mit exzellenter Akustik.

Weiter geht es zum Potsdamer Platz. Hier wurden nach der Wende direkt westlich des ehemaligen Mauerverlaufs zwei Quartiere geschaffen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten – Daimler- und Sony-Center, ein unbedingtes Muss für Architektur-Interessierte.

Das Daimler Center glänzt durch perfekte postmoderne Architektur – hier haben in den 90er Jahre die besten zeitgenössischen Architekten Ihre Kunst gezeigt. Der Masterplan stammt von Renzo Piano, weitere Mitwirkende waren u.a. Sir Richard Rogers, Arata Isozaki sowie Hans Kollhoff.
Das gegenüberliegende Sony-Center mit seiner Glas-/Stahlarchitektur steht im spannenden Kontrast zum benachbarten Daimler Quartier und gilt zu Recht als Meisterwerk von Helmut Jahn. Sieben Gebäude um eine zentrale Plaza, bedeckt mit einem zeltähnlichen Dach, das von weitem wie ein schneebedeckter Berg aussieht, das Symbol für den Fujijama, den heiligen Berg Japans.
Auch am benachbarten Leipziger Platz gibt es interessante moderne Architektur zu bestaunen. – unter anderem von Hillmer und Sattler.

Weiter gehts Richtung Holocaust Mahnmal von Peter Eisenmann und dann zum Brandenburger Tor. Hier beschäftigen  wir uns mit Preußens Glanz und Gloria sowie dem Architekten Langhans, der das Tor nach den Propyläen der Akropolis in Athen geschaffen hat – ein Meisterwerk des frühen Klassizismus.

Zum Schluss führt Sie unser Guide ins neue Regierungsviertel, gebaut in den 90er Jahren um ein altes Gebäude herum, den Reichstag, Sitz des Bundestages. Wie der Name schon sagt, wurde dieses historische Gebäude im Deutschen Kaiserreich gebaut, schon als Parlament. Der Reichstag von Paul Wallot gilt mit seiner wuchtigen Fassade im Neo-Renaissance-Stil als ein Baudenkmal von Weltruf.

Nördlich vom Parlamentsgebäude entstanden nach der Wende die drei wichtigsten neuen Regierungsgebäude, das „Band des Bundes„, geschaffen von Schultes und Braunfels, ein
beeindruckendes Manifest demokratischen Bauens.
Nördlich vom neuen Regierungsviertel entstand bis 2006 der neue Hauptbahnhof von Meinhard Gerkan – ein würdiger Abschluss dieses spannenden Rundgangs.

Die Highlights

Kulturforum mit Philharmonie, Potsdamer Platz, Sony Center/Daimler Center,  Leipziger Platz mit Kanadischer Botschaft, Holocaust Memorial, Pariser Platz mit DZ-Bank (Gehry), Akademie der Künste (Günter Behnisch), Regierungsviertel, Band des Bundes, Kanzleramt, Reichstag, Hauptbahnhof

Eckdaten:

  • Art der Tour: Privater, individueller Rundgang  für geschlossene Gruppen
  • Termin: nach Absprache
  • Dauer: 2 Std.
  • Startort: Kulturforum
  • Personenzahl: 1-20 Pers.
  • Guide: Unser engagierter Stadtführer ist Experte für moderne und klassische Architektur
  • Alternative: Architektur-Stadtrundfahrt, ab 2 Std.
  • Sprachen: dt., engl., alle gängigen Sprachen auf Anfrage.

Unverbindliche Beratung und Buchung:

Stadtführung Architektur
– für Berlin Fans und solche, die es werden wollen.

Stimmungsvolle weihnachtliche Stadtführung zu Fuß oder mit dem Bus  – auf Wunsch mit Glühwein-Stopp

Ein Berlin-Besuch zur Weihnachtszeit ist ein stimmungsvolles Erlebnis. Immerhin hat Berlin auch in der dunklen Jahreszeit Einiges zu bieten. Schon allein im Stadtzentrum findet man zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz sechs Weihnachtsmärkte, die für jeden Geschmack befriedigen – die Spanne geht vom gemütlichen Gendarmenmarkt, der nach jahrelanger Sanierung endlich wieder weihnachtlich genutzt werden kann,  bis zum Rummelmarkt mit Riesenrad Nähe Alexanderplatz.

Gern besuchen wir während unser weihnachtlichen Stadtführungen einen dieser Märkte für einen Glühwein-Stopp, Zum Beispiel den Christkindlmarkt am Schloss Charlottenburg, der sich in den letzten Jahren zu einem der Schönsten in Berlin gemausert hat.
Erfahren Sie während der Tour durch die festlich erleuchtete Stadt mehr über Berlin im Allgemeinen, aber auch über Weihnachten in Berlin durch die Jahrhunderte,

Wussten Sie zum Beispiel, dass der erste historisch belegte Weihnachtsmarkt in Berlin 1735 in der Breiten Str. im Schatten des Stadtschlosses stattfand? Dort gab es „Naschwerk, Pelzwerk, Puppenwerk“. Um 1880 hatte dieser Markt schon 600 Buden, es gab Beschwerden der Anwohner und so wurde er dann zum Lustgarten verlegt.
Dieses und noch viel mehr erfahren Sie während unser weihnachtlichen Stadtrundfahrt durch Berlin.

Die Touren zur Weihnachtszeit:

Weihnachtliche Stadtrundfahrt, ab 2 Std.
Durch die festlich beleuchtete Stadt mit City-Ost und -West … Gelegenheit zum Glühweinstopp z.B. am Schloss Charlottenburg

Alternative:  Stadtrundgang durch Berlin-Mitte, ab 2 Std.
Durch Berlins altes Stadtzentrum – mit Glühweintrinken auf einem der vielen Weihnachtsmärkte.

Eckdaten:

  • Art der Tour: Besinnliche Stadtführung nach Ihren Wünschen mit Glühwein-Stopp (Option)
  • Termin: nach Wunsch
  • Dauer: ab 2 Std.
  • Schwerpunkte: nach Wunsch – z.B. Stadtgeschichte, Weihnachten in Berlin – gestern und heute

Unverbindliche Beratung und Buchung hier:

 

Vom Arbeiterviertel zum In-Quartier

Entdecken Sie einen der spannendsten
und widersprüchlichsten Stadtteile der Metropole …

Prenzlauer Berg – Geschichte

Der Stadtteil Prenzlauer Berg (heute zum Bezirk Pankow gehörend) wurde im Rahmen der Bevölkerungs-Explosion Ende des 19.Jahrhundert als Arbeiter-Quartier erbaut.
Berlin wurde Millionenstadt und die größte Industriestadt Deutschlands. Arbeitssuchende strömten in die Stadt, es gab nicht genug Platz für sie im alten Berlin. Und so baute man um die Stadt herum einen Ring typischer Berliner Mietskasernen – in Kreuzberg, Neukölln, Wedding, Friedrichhain und so auch in Prenzlauer Berg.

Stadtrundgang Prenzlauer Berg - Senefelderplatz

Der Teil des berühmten Viertels, den wir Ihnen gern zeigen möchten, ist während der Luftangriffe des 2. Weltkrieges relativ intakt geblieben. Die schönen Gebäude aus dem 19.Jahrhundert wurden nach dem Krieg aber nur notdürftig repariert und verfielen im Lauf der Zeit. Wie ganz Ost-Berlin und die DDR war auch Prenzlauer Berg in den Achtzigern ein heruntergekommener Ort – aber durchaus beliebt in der alternativen und nicht gerade systemkonformen Jugendszene.
In den wilden Nachwendezeiten, als für Monate keine funktionierende Administration in Ost-Berlin gab, wurden viele dieser Häuser besetzt, es wurden kulturelle Institutionen und Künstlerzentren gegründet. Die berühmte Berliner Techno-Szene hatte hier in den Neunzigern ihren Ursprung, Techno-Clubs sprossen wie Pilze aus dem Boden und gründeten den Ruf Prenzlauer Bergs (und auch Friedrichhains) als dem Place to be – vor allem in der Nacht.
Von dieser (nächtlichen) Aufbruchstimmung ist wenig geblieben, denn die heutigen Bewohner im gentrifizierten Quartier wünschen keinen nächtlichen Lärm in den Straßen.

So kommt vor allem das Viertel um den Käthe-Kollwitz-Platz mittlerweile recht ruhig und gediegen daher.
Aber das zentrale Prenzlauer Berg ist nichtsdestotrotz sehr attraktiv – eine Augenweide – denn hier haben zusammenhängende Häuserblocks aus der Kaiserzeit komplett überlebt, wie es dieses kaum noch sonst gibt, vor allen nicht in West-Berlin. Dort fräste man mit der „Kahlschlagsanierung“ gewaltige Lücken in die erhaltene Bausubstanz der alten Mietkasernen.

Prenzlauer Berg – ein attraktiver Stadtteil also, den Ihnen unsere kenntnisreichen Guides zeigen gern möchten.

Stadtrundgang Prenzlauer Berg - Kollwitzplatz Die Tour*

Wir fangen den Rundgang i.d.R. am Senefelder Platz an. Falls ein anderer Startort gewünscht wird, sprechen Sie mit uns.

Wir laufen mit Ihnen dann von dort zum alten Wasserturm, einem markanten Wahrzeichen, das im 19.Jahrhundert mit kommunizierenden Röhren die Wasserversorgungen des Arbeiterviertels sicherstellte. Von den Nazis wurde er als Konzentrationlager genutzt. Ganz in der Nähe befindet in der Rykestr. die größte aktive Synagoge Berlins.
Weiter über den schönen Kollwitzplatz mit sein Cafés und Restaurants zur Husemannstr., die schon zu DDR-Zeiten saniert wurde – mit musealem Anspruch, der heute zum Glück nicht mehr zu spüren ist.
Wir kommen zur ehemaligen Schultheiß-Brauerei, einst die größte Brauerei Berlins, verfallen und verlassen zu DDR-Zeiten, nach der Wende von Künstlern besetzt und aus dem Dornröschenschlaf gerissen. Eine Erfolgsgeschichte.
Heute ist die Kulturbrauerei unbestritten das Kulturzentrum in Prenzlberg. Mag es in den Seitenstraßen auch stiller geworden sein – hier gibt es Konzerthallen, Clubs , Bars und Kinos …

Folgen Sie unserem Guide weiter zur Kastanienallee, im Volksmund auch Casting-Alley genannt, weil hier „Hipster“ gern auf und ab flanieren. Vorbei an der berühmtesten Currywurstbude der Stadt, Konopke unter der Hochbahn. Vorbei an Interessanten Läden, Kaffeehausern und dem Prater, dem ältesten Biergarten der Stadt, erreichen wir die Oderberger Str. mit ihren attraktiven, sanierten Mietkasernen aus der Kaiserzeit.

Schließlich erreichen wir die Zionskirche am gleichnamigen Platz. 1931 übernahm Dietrich Bonhöfer die Zionskirch-Gemeinde und wurde dann Mitglied der „Bekennenden Kirche“, die den Nazis Widerstand leistete.
Auch zu DDR Zeiten war die Zionskirche eine zentrale Anlaufstelle der Opposition. Systemkritische Gruppen wie „Friedens- und Umweltkreis in der Zionsgemeinde“ trafen sich hier.
*Änderungen vorbehalten

Lassen Sie sich begeistern vom Charme dieses faszinierenden und vielfältigen Stadtteils.

Highlights des Rundgangs:

Wasserturm, Synagoge Rykestr.,  Käthe-Kollwitz-Platz, Husemannstr., Kulturbrauerei, Kastanienallee, Prater, Oderberger Str., Zionskirche und mehr …

Eckdaten:

  • Art der Tour: pivater Stadtrundgang
  • Termin: nach Vereinbarung
  • Dauer:  2 Std.
  • Startort: i.d.R. Nikolaiviertel, Rathausstr.
  • Personenzahl: max. 20 Personen – darüber hinaus benötigen Sie weitere Guides.
  • Sprachen: dt., engl., alle gängigen Sprachen auf Anfrage

Kontakt für unverbindliche Beratung und Buchung:

Spannende Stadtführung durch „Prenzlberg“

Auf Spurensuche im Nikolaiviertel und Klosterviertel

Entdecken Sie mit uns das alte Berlin.
Wir führen Sie dorthin, wo alles anfing.

Nikolaiviertel

Das Nikolaiviertel gilt als Wiege Berlins. Am Ostufer der Spree befand sich im Mittelalter eine kleine Handelsniederlassung  – Berlin. Hier verlief eine Furt über die Spree, hier konnten Waren bequem über den Fluss transportiert werden.
Am Westufer gab es eine weitere Siedlung – Cölln. An diesen Namen erinnert heute noch der Bezirk Neukölln.

Nikolaikirche Rundgang das alte BerlinDas Nikolaiviertel (und ebenfalls Cölln) wurde während der Luftangriffe des 2.Weltkrieges komplett zerstört. Die DDR ließ später die Überreste abtragen.
Anläßlich der 750 Jahrfeier 1987 wurde das geschichtsträchtige Viertel wieder aufgebaut. Anders als in der Umgebung wurde hier darauf geachtet, den alten Straßenverlauf zu erhalten.
Die Nikolaikirche war bis auf die Grundmauern zerstört und wurde originalgetreu rekonstruiert. Sie ist (eigentlich) die älteste Kirche Berlins. Um die Kirche herum bekommt noch den besten Eindruck vom alten Berlin.
Ganz in der Nähe beeindruckt das wunderschöne Ephraimpalais, die Rokoko-Fassade ist erstaunlicherweise erhalten geblieben. Auch das Kurfürstenhaus am Spreeufer mit seiner Renaissancefassade ist sehenswert –  wie auch der „Nussbaum“, eine Kneipe, in der Heinrich Zille und Claire Walldorff verkehrten. Allerdings im Original – der heutige Nussbaum ist nur eine Rekonstruktion, aber sehr gemütlich und gewiss einen Besuch wert.

So ist das Viertel heute recht anheimelnd und bei Touristen beliebt, wenngleich es kaum noch wirklich alte Bausubstanz gibt. Kritiker nannten das Viertel deswegen auch gern „Honecker`s Disneyland“
Dennoch lohnt es sich, hier mit unserem Guide bummeln zu gehen und sich in alte Zeiten versetzen zu lassen.

Klosterviertel

Klosterruine-berlinÜberquert man die Riesenkreuzung am verschwundenen historischen Molkenmarktes, so erreicht man das Stadthaus. Der monumentale Bau mit  Kuppelturm wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als Erweiterungsbau für das Rote Rathaus geschaffen. Offensichtlich reichte der vorhandene Raum zur Verwaltung der wachsenden Stadt nicht mehr aus.
Hinter dem beeindruckenden Bau befindet sich das verwunschene Klosterviertel. Deutlich ruhiger als das Nikolaiviertel, ist es auch deshalb einen Besuch wert. Hier gibt es einige Zeugnisse des  mittelalterlichen Berlin zu entdecken.

Das Klosterviertel hat den Namen vom Grauen Kloster, einem Franziskaner-Kloster. Nur die Ruine der Klosterkirche ist noch erhalten. An der Klosterstraße, einst eine noble Adresse, beeindruckt die reformierte Parochialkirche von 1695 – im Krieg beschädigt, aber nicht zerstört. Das 1952 vom Ost-Berliner Senat wieder aufgebaute barocke Palais Podewils, zu DDR-Zeiten „Haus der jungen Talente“, wird heute für verschiedene Veranstaltungen genutzt.
Nur ein paar Meter davon entfernt zeigt Ihnen unser Guide gern das einzige erhaltene Teilstück der mittelalterlichen Stadtmauer. Um 1660 wurde sie geschleift und durch einen weiter außen gelegenen Festungsring ersetzt. Fast 100 Jahre später wurde dieser wiederum durch die Akzisemauer ersetzt. Eine Zollmauer, die schon jenseits des Alexanderplatzes lag. Berlin wuchs.

Gleich an der alten Stadtmauer lädt die „Letzte Instanz“ zum Verweilen ein, das älteste Restaurant Berlins, gegründet 1621. Hier kann man auf angenehme Weise unseren Rundgang bei Speis und Trank ausklingen lassen – im Sommer auch im Biergarten.

Highlights der Spurensuche

Nikolaiviertel: Nikolaikirche, Ephraim-Palais, Kurfürstenhaus, Gerichtsklause, Zum Nussbaum, Bronzeskulptur St.Georg, rekonstruierte Bürgerhäuser und mehr.
Klosterviertel: Palais Podewils, Klosterkirche (Ruinen), Parochialkirche, Zur letzten Instanz, Stadtmauer, altes und neues Stadthaus, Geschäftshaus der Gebrüder Tietz und mehr.

Eckdaten:

  • Art der Tour: pivater Stadtrundgang
  • Termin: nach Vereinbarung
  • Dauer:  2 Std.
  • Startort: i.d.R. Nikolaiviertel, Rathausstr.
  • Personenzahl: max. 20 Personen – darüber hinaus benötigen Sie weitere Guides.
  • Sprachen: dt., engl., alle gängigen Sprachen auf Anfrage

Kontakt für unverbindliche Beratung und Buchung:

Spannende Stadtführung durch die „Wiege Berlins“

 

Die Welt liebt Berlin und Berlin liebt die Welt.

2015 kamen 12 Millionen Touristen, die über 30 Millionen Nächte hier verbrachten. Auch im letzten Jahr war das nicht anders. Im Schnitt halten sich jeden Tag 500.000 Gäste in der Stadt auf. Jeden Tag also einmal die Stadt Hannover.

Mehr erstaunliche Fakten und Superlative – auch jenseits der bekannten Highlights – haben wir hier für Sie aufgelistet:

  • Im Jahr 2015 haben die Berliner Verkehrsbetriebe erstmals mehr als eine Milliarde Fahrgäste befördert. Die U-Bahn hatte 534 Mill. Fahrgäste zu transportieren, die Straßenbahn 187 Millionen. Bus gefahren sind 418 Mill.
    Das Straßennetz Berlins hat eine Länge von 5.452 km.
  • Die erst Ampelanlage Europas wurde 1924 auf dem Potsdamer Platz errichtet – damals der verkehrsreichste Platz Europas. Ein Nachbau wurde nach der Wende genau dort aufgestellt, wo sie auch vor dem Krieg stand – heute ein beliebter Treffpunkt vor dem Daimler-Center.
  • Berlin ist ein wahrhaft multikulturelle Stadt. Von den 3,5 Mill. Einwohnern haben 621.000 einen ausländischen Pass, Menschen aus 190 Nationen haben hier ihre Heimat gefunden, davon 55.000 Polen und 98.000 Türken.
  • Berlin ist grün. Etwa 30% der Grundfläche von 886 qm sind Felder, Parks und Wälder. Die Straßen sind gesäumt von 440.000 Bäumen. 2500 Parks laden zum Verweilen ein. Lebensqualität pur.
  • Berlin und Umgebung sind ausgesprochen wasserreich. 180 km schiffbare Wasserstraßen sind im Stadtgebiet zu finden. Die Spree fließt auf einer Länge von 45 km durch die Stadt und mündet bei Spandau in die Havel. Der längste Kanal ist der Teltowkanal mit 45 km. Der bekannteste der Landwehrkanal. Er fließt mitten durch Kreuzberg und den Tiergarten.
    Der größte See im Stadtgebiet heißt Müggelsee und eine Ausdehnung von 7,4 Quadratkilometern.
  • Berlin hat überaus sehenswerte Friedhöfe. Der Jüdische Friedhof Weissensee ist mit seinen 115.000 Grabstätten der größte Europas. Ein Spaziergang lohnt sich – wie z.B. auch dem Dorotheenstädtischen, dem Friedrichstädtischen Friedhof an der Chausseestr. oder den Friedhöfen am Halleschen Tor. Hier liegen u.a. Schinkel, Fichte, Hegel, Brecht und viele andere berühmte Persönlichkeiten aus den letzten Jahrhunderten.
  • Die Stadtgrenze Berlins hat eine Länge von etwa 240 Kilometern. Von Ost nach West beträgt die größte Ausdehnung 45 km, von Nord nach Süd 38 km.
  • In Berlin befindet sich auch das größte Kaufhaus Kontinental-Europas Das KaDeWe (Kaufhaus des Westens) bietet auf 8 Etagen eine Verkaufsfläche von 60.000 qm. Die größte Attraktion istdie legendäre Gourmet-Etage. Dort kann man so ziemlich alles kaufen, was auf diesem Planeten essbar ist.
  • Berlin hat die geografische Breite von London und die geografische Länge von Neapel.

Fortsetzung folgt.

Quelle : Visit Berlin

Siegessaeule_nachtBerlin leuchtet!

Auch im Herbst und Winter ist die Metropole Berlin definitiv einen Besuch wert. Jetzt ist die richtige Zeit, die Lichter der Großstadt zu genießen. Und wir organisieren die passende Lichtertour für Sie.
Unsere Stadtrundfahrt „Berlin bei Nacht“ passen wir – wie alle anderen Touren auch -gern an Ihre Wünsche an.
Wir holen Sie von Ihrem Hotel ab und zeigen Ihnen die Lichter der Großstadt zum Beispiel auf dem Weg zu Ihrem Restaurant oder Ihrer Evening-Location.

Selbstverständlich bauen wir die Teile der Stadt in die Tour ein, die auch im Dunkeln attraktiv sind –  wie Gendarmenmarkt, Brandenburger Tor, Museumsinsel, den neuen Hauptbahnhof, Regierungsviertel, Spandauer Vorstadt (Hackesche Höfe), City-West mit KaDeWe, Kurfürstendamm, sowie die neuen Türme am Bahnhof Zoo, „Zoofenster“ und „Upper West Site“ und vieles andere mehr.
Ein Snack-Stopp an einer der angesagtesten Currywurstbuden der Stadt oder in der Weihnachtszeit eine Glühweinpause auf einem der schönen Weihnachtsmärkte, sind – je nach Länge der Tour – gut integrierbar.
Wir richten uns ganz nach Ihren Vorstellungen und bieten Ihnen während einer stimmungsvollen Tour durchs leuchtende Berlin auch gern Getränke an (Bier, Piccolo, Softdrinks).

Sehenswürdigkeiten „Stadtrundfahrt Berlin bei Nacht“:

U.a. Siegessäule, Kurfürstendamm, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Bhf. Zoo, Zoofenster, Upper West Site, Kanzleramt, Reichstag, Hauptbahnhof, Brandenburger Tor,  Unter den Linden, Museumsinsel, Berliner Dom, Gendarmenmarkt, Spandauer Vorstadt, Alexanderplatz …

Eckdaten:

  • Art der Tour: Private Lichtertour ausschließlich für Sie und Ihre Gruppe
  • Termin: nach Wunsch
  • Dauer: ab 1,5 Std.
  • Startort: z.B. an Ihrem Hotel oder Restaurant
  • Stopps: nach Wunsch (z.B. Hotel oder Restaurant)
  • Personenzahl:
    1-2 Pers. Limousine, 3-7 Pers. Minivan, ab 8 Pers. Bus (versch. Größen)
  • Sprachen: dt., engl., alle gängigen Sprachen auf Anfrage

Kontakt für unverbindliche Beratung und Buchung:

Berlin bei Nacht – faszinierend lebendig

Weihnachten_Gendarmenmarkt

„Berlin by Night“
Neben unseren spannenden Lichtertouren mit Limousine, Minivan oder Bus, zeigen wir Ihnen auch gern „Berlin by Night“ zu Fuß – gerade im Winter ein großes Vergnügen.
Flanieren Sie mit uns durch die abendliche Stadt und genießen Sie Berlin im Licht.

Die schönsten Seiten
des abendlichen Berlin
Das historische Stadtzentrum östlich des Brandenburger Tores ist auch abends ein Hingucker. Die besondere Atmosphäre des nächtlichen – und damit ruhigeren  – Gendarmenmarktes oder der Museumsinsel wird Sie beeindrucken.
Lassen Sie sich von Ihrem persönlichen Guide während einer Stadtführung „Berlin bei Nacht“ auch die Spandauer Vorstadt mit ihrem kleinstädtischen, intimen Flair zeigen. Wunderschöne barocke Häuser, hinter den sich oft herrliche Hinterhöfe verbergen. Auch die berühmten Hackeschen Höfe – das größte Hofsystem Deutschlands – dürfen während einer Nachtführung Berlin nicht fehlen.

Oder wie wäre es mit einem abendlichen  Kiez-Rundgang durch  Kreuzberg? Zu später Stunde fängt dieses spannende multikulturelle Viertel richtig an zu leben. Stromern Sie auf dieser besonderen Berlin Nachtführung durch die belebten Straßen mit Ihren vielen Bars, Restaurants, Geschäften.
Unser Guide hat Ihnen viel zu erzählen – vom alternativen Kreuzberger Biotop in der Vorwendezeit, von Maikrawallen, besetzten Häusern, ausuferndem Nachtleben – und natürlich auch von der Geschichte dieses berühmten Teils West-Berlins, der im 19. Jahrhundert als Arbeiterviertel gebaut wurde.

Dieses und noch viel mehr zeigen wir Ihnen gern auch zu späterer Stunde während einer privaten Stadtführung Berlin bei Nacht.

Auch während des jährlichen „Festival of Lights“

Eckdaten:

  • Art der Tour: Private abendliche Stadtführungen ausschließlich für Sie und Ihre Gruppe
    (zu Fuß oder mit Fahrzeug)
  • Termin: nach Wunsch
  • Dauer: ab 1,5 Std.
  • Startort: z.B. an Ihrem Hotel oder Restaurant
  • Stopps: Glühwein-Pause, Snack-Stopp (Currywurst) oder Fotostopps – je nach Länge
    der Tour
  • Personenzahl: für kleine und große – geschlossene – Gruppen bis 15 Pers.
  • Sprachen: dt., engl., alle gängigen Sprachen auf Anfrage

Kontakt für unverbindliche Beratung und Buchung:

Erleben Sie eine spannende Berliner Nachtführung

stadtrundfahrten-busIndividuelle, private Touren
in Berlin und Potsdam.

Ausschließlich für geschlossene Gruppen.

Unsere Stadtrundfahrten mit dem Bus planen wir gern nach Ihren Wünschen.
Sie sind bestens geeignet für Firmenveranstaltungen, Klassenfahrten, Studienfahrten, für Vereine, Ihre Hochszeitsgesellschaft oder Freundesgruppe.

Wir passen unsere Bustouren an die Bedürfnisse und Vorstellungen unserer Gäste an
– in Länge, Route, Stopps, Schwerpunkten, Start- und Zielort.

Bestens ausgestattete Reisebusse mit höchstem Komfort und engagierte, humorvolle Guides sorgen für ein entspanntes und spannendes Berlin-Erlebnis.
Die Größe der eingesetzten Busse richtet sich i.d.R. nach der Größe Ihrer Gruppe. Es kommen modernste Mercedes- und Setra-Busse zum Einsatz, die keine Wünsche offenlassen.

Lernen Sie Berlin richtig kennen – in persönlicher Atmosphäre ausschließlich mit Ihrer Gruppe und Ihrem engagierten Tour-Guide.

Vorteile unserer Bustouren:

  • Persönliche und individuelle Betreuung durch unsere Guides.
  • Der Stadtführer beantwortet gern Ihre Fragen.
  • Pause oder Foto-Stopps nach Ihren Wünschen
  • Hervorragend ausgestattete, moderne Fahrzeuge.

Mehr Berlin für Neugierige – Private Bus-Rundfahrten nach Maß

Wir beraten Sie und organisieren für Sie eine maßgeschneiderte Tour
nach Ihren Vorstellungen.

Rufen Sie uns einfach an unter der Tel.Nr.: 030 61 30 58 61
oder schreiben Sie uns eine Mail
: info@berlin-tour-and-guide.de

Ein entspannender Ausflug ins schöne Potsdam

Während unserer Stadtführung in Potsdam zeigt Ihnen Ihr persönlicher Guide die schönsten Seiten dieser pittoresken Stadt.

Als Friedrich II., später bekannt als „der Große“, 1740 König wurde, war Potsdam nichts weiter als ein kleines Dorf in sumpfigem Gelände – weit entfernt von der preußischen Hauptstadt Berlin.
Potsdam-Sanssouci1Doch der junge Herrscher eines – noch – kleinen Königreiches hatte es sich in den Kopf gesetzt, hier seine Sommerresidenz zu bauen – auf dem Wilden Berg, dort wo sein Vater ein bescheidenes Anwesen hatte.
Nach seiner Thronbesteigung setzte Friedrich schnell seinen Plan um und es entstand seine kleine, aber feine Sommer-Residenz Sanssouci („ohne Sorge“), sein Lieblingsschloss, in dem er sich vom politischen Geschäft in Berlin erholen konnte.
Auch Dörfchen Potsdam profitierte – es wurde unter dem König zu einer prächtigen Residenz- und Garnisonstadt ausgebaut – mit Bauten und Gärten, die den Besucher auch heute noch faszinieren. Ein preußisches Arkadien entstand.

Ein knappes Jahrhundert später setzte Friedrich Wilhelm IV. das fort, was Friedrich II. begonnen hatte. Auch dieser König liebte Potsdam und verschönerte Stadt und Umgebung mit herrlichen, an italienische Architektur angelehnten Schlössern und Landhäusern. Der nach den Uffizien in Florenz gebaute gewaltige Orangeriepalast zeugt davon.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Aber was wären Schlösser ohne Gärten? Schon Friedrich ließ südlich von Sanssouci einen verspielten Barockgarten anlegen, im 19. Jahrhundert folgten die damals modischen Landschaftgärten, die ihr Vorbild in England haben. Die besten Architekten ihrer Zeit (Schinkel, Persius, Stüler, Gontard) schufen mit den Gartenarchitekten Peter Josef Lenné und dem Fürsten Pückler ein Gesamtkunstwerk, das heute aus gutem Grund zum Unesco World Heritage

Flanieren Sie mit unserem Guide während einer Stadtführung Potsdam durch die charmante Innenstadt Potsdams mit Altem und Neuen Markt und dem wiederaufgebauten Stadtschloss. Lernen Sie das komplett erhaltene Holländische Viertel und die barocke Stadterweiterung kennen und wandeln Sie auf den Spuren Friedrich des Großen durch Park und Schloss Sanssousi.
Oder lernen Sie den herrlichen Orangeriepalast und das Neue Palais kennen, das größte Schloss, das Friedrich II. jemals bauen ließ.
Und im nahegelegen Krongut Bornstedt lassen Sie diese erholsame Stadtführung mit deftiger Brotzeit und Bier ausklingen.

Ein Ausflug mit Stadtführung in Potsdam bietet dem Berliner und seinen Gästen eine herrliche Abwechslung zu dem Gewusel der nahegelegenen Metropole.

Eckdaten:

  • Art der Tour: Persönliche Stadtführung für Sie und Ihre Gruppe
  • Termin: nach Wunsch
  • Dauer: ab 2 Std. ab Potsdam, ab 4 Std. von Berlin (Rundfahrt)
  • Startort:
    Stadtführung zu Fuß – Start i.d.R. vor dem Hauptbahnhof.
    Stadtführung m. Fahrzeug – mit Start in Potsdam oder Berlin – Startort nach Wunsch.
  • Stopps: während einer Stadtführung / Stadtrundfahrt nach Wunsch
  • Personenzahl:
    Stadtführung zu Fuß –  bis 25 Pers.
    Stadtführung m. Fahrzeug – 1-2 Pers. Limousine, 3-7 Pers. Minivan,
    ab 8 Pers. Bus (versch. Größen)
  • Sprachen: dt., engl., span., franz., ital., – weitere Sprachen auf Anfrage

Kontakt für unverbindliche Beratung und Buchung:

Stadtführung Potsdam – die besondere Stadtführung im „Arkadien Preußens“

Spannende Exkursion zu einem Symbol des Kalten Krieges

Wir fahren Sie zum höchstgelegenen Symbol des Kalten Krieges in Berlin, der ehemaligen Abhöranlage der Amerikaner auf dem Teufelsberg – als Option im Rahmen einer Stadtrundfahrt oder mit Transfer und einer privaten Führung durch die ehemalige US-Field-Station.

Teufelsberg

Teufelsberg-viewDer Teufelsberg ist neben den Müggelbergen im Südosten mit etwa 120 m die höchste Erhebung der Stadt. Benannt ist er nach dem nahegelegenen Teufelssee, einst vermutlich eine heidnische Kultstätte.  Heidnische Zeremonien fanden allerdings auf dem Teufelsberg nicht statt, denn noch vor 70 Jahren gab es diesen Berg nicht.
Tatsächlich ist der Teufelsberg eine künstliche Erhebung, die nach dem Krieg aus Trümmerschutt errichtet wurde.

Berlin war durch die Luftangriffe des 2. Weltkrieges bis zu 90% mehr oder weniger zerstört, allein im inneren Stadtbereich mussten 70 Mill. Trümmerschutt beiseite geschafft werden. Die Trümmerteile, die nicht zum Wiederaufbau genutzt wurden, verbrachte man in unsere Parks und an den Stadtrand. So haben unsere Parks dank des Tümmerschutts mehr Hügel als vor dem Krieg.
Diesem Trümmerschutt verdanken wir auch dem Teufelsberg. Er wurde dort aufgeschüttet, wo einst die Nazis eine wehrtechnische Hochschule aufbauten, die allerdings bis zum Kriegsende nicht vollendet wurde.

Spionage in West-Berlin

Nach der Potsdamer Konferenz im Juli/August 1945 wurde die alte Hauptstadt des Deutschen Reiches  in vier Sektoren geteilt – Berlin wurde zu einer Frontstadt des Kalten Krieges, einem Tummelplatz für Spione.
Was lag da näher als den Teufelsberg als höchste Erhebung West-Berlins für eine Abhöreinrichtung zu nutzen, die weit in die SBZ hinein lauschen konnte?
Im britischen Sektor gelegen, bauten dort zunächst die Streitkräfte Ihrer Majestät eine mobile Anlage. Später übernahmen die Amerikaner und bauten das, was bis heute noch weithin sichtbar ist: drei weiße, an Golfbälle erinnernde Kuppeln, unter denen sich Abhör-Technik befand. Von hier wurde bis zum Ende des Kalten Krieges tief in die Sowjetunion hinein gelauscht – die US-Fieldstation No.1 galt als eine der stärksten Abhör-Anlagen weltweit.

Nach der Wende

Teufelsberg-Panorama-1aAnfang der neunziger Jahre wurde die Spionage-Einrichtung geschlossen, die Abhöreinrichtungen abgebaut und das Gelände abgesperrt. Große Pläne zur Nutzung des Geländes gab es – sie verliefen allerdings bislang stets im Sande.
So wollte dort einst der Kult-Regisseur David Lynch ein Zentrum für transzendentale Meditation aufbauen. Ein Meditationszentrum in einem Symbol des Kalten Krieges – das wäre es gewesen.
Aber daraus wurde nichts – genauso wenig wie aus den Plänen eines Privat-Investors, der das Gelände kaufte, um dort Luxuswohnungen und Luxus-Hotel zu bauen. Aber der Senat verhinderte diese Pläne zum Glück, indem er das ganze Gelände kurzerhand zum Waldgebiet erklärte.

Der Teufelsberg heute – Führungen mit kundigen Guides

Graffiti-TeufelsbergHeute macht die alte Fieldstation No.1einen zunehmend verwahrlosten Eindruck – die Kuppel-Verkleidung hängt teilweise in Fetzen, die Betontorsos sorgen für apokalyptische Atmosphäre.
Aber es gibt Hoffnung: Mittlerweile kümmert sich ein Verein um dieses einmalige Zeugnis des Kalten Krieges, es werden 90 min. Führungen mit Experten angeboten, Graffitikünstler zeigen ihre beeindruckende Werke, es gibt Workshops für ambitionierte Sprayer, ein Kulturraum entsteht. Und für die Kaffee/Kuchen-Verpflegung wird auch gesorgt.

Wir möchten Ihnen das einzigartige Bauwerk mit seiner bemerkenswerten Geschichte näherbringen und bieten als Option an, Sie im Rahmen einer Stadtrundfahrt „Kalter Krieg/Mauer“ auch zum Teufelsberg zu fahren – für eine etwa 90 min. Führung durch das Gelände.
Sind Sie ausschließlich an der Teufelsberg-Führung interessiert? Wir organisieren den Transfer und Führung für Sie.

Unverbindliche Beratung und Buchung hier:

 

Slideshow 1.Foto von Niklas Mascher

1. Retourkutsche

Quadriga-Brandenburger-TorDas Brandenburger Tor wie wir es heute kennen, gibt es seit 1791. Vier Jahre später wurde es mit der Quadriga gekrönt, jenem vierspännigen Streitwagen im römischen Stil. Ursprünglich galt das Tor als Friedenstor und die Lady im Streitwagen als römische Friedensgöttin Eirene.
Dann kam Napoleon, besiegte die preußische Armee und besetzte Berlin (1806). In der Folge hatte der Imperator erst einmal nichts Besseres zu tun, als die Quadriga abzubauen und nach Paris zu schicken. Die Berliner waren geschockt und nannten Napoleon seitdem naturgemäß nur noch den Pferdedieb.
Aber im Jahre 1813 wurde Napoleon entgültig besiegt und Paris besetzt – auch von preußischen Truppen. Der preußische General Blücher, Held der Befreiungskriege, war dabei und ließ die Quadriga fein säuberlich in Kisten packen und in einem Triumphzug durch alle preußischen Territorien zurück nach Berlin bringen. Das Kunstwerk wurde wieder auf das Tor gesetzt, die Lady im Streitwagen wurde zur Siegesgöttin,  der Platz vor dem Tor zum Pariser Platz und das Tor selbst zum Nationalsymbol. Eine wahrhaft gelungene Retourkutsche!

2. Die Rache des Papstes

Fernsehturm Berlin, die Rache des Papstes

Er war ein Prestige-Objekt der DDR. Technologischen und architektonischen Fortschritt symbolisierend, sollte er auch Richtung West-Berlin dem Klassenfeind Überlegenheit symbolisieren.
Der Fernsehturm Ost-Berlins wurde 1969 eingeweiht. Mit einer Höhe von damals 365 m (heute 368 m) war er der zweithöchste Fernsehturm Europas. Nur der Fernsehturm in Moskau war höher – selbstverständlich durfte die DDR nicht höher bauen als diesen. Alles ist symbolisch – vor allem die Höhe von Gebäuden.
Zeitlos elegant wirkt er auch heute noch. In seiner mit Aluminium überzogenen Kugel befinden sich zwei Ebenen. Die untere ist eine Außersichtsplattform, die obere ein sich um die eigene Achse drehendes Restaurant.
Das DDR-Politbüro hätte wirklich stolz sein können auf dieses markante Bauwerk. Doch leider machten die Ost-Berliner da nicht ganz mit. Sie kreierten frecherweise einen Spitznamen für den Turm, der dem Politbüro überhaupt nicht gefiel.
Da sich das Licht der Sonne auf der Kugel mit seiner reflektierenden Aluminium-Haut in Form eines Kreuzes bricht, wurde der Turm schnell zur „Rache des Papstes“ oder zu „Sankt Ulbricht“ – erschütternd für die DDR-Politiker, waren sie doch streng antireligiös. Man konterte mit dem „Plus des Sozialismus“, was sich nicht wirklich durchsetzen konnte. Nur die Bezeichnung „Telespargel“ findet auch heute noch ihre Anhänger.
Ein Fernsehturm also mit vielen Spitznamen – welcher gefällt Ihnen am Besten?

3. Goldelse

Goldelse, Siegessäule-BerlinMitten im Tiergarten steht weithin sichtbar die Siegessäule. Sie wurde bis 1872 gebaut, um an die so genannten Einigungskriege zu erinnern – gegen Dänemark, Österreich, schließlich gegen Frankreich. Danach wurde das Deutsche Reich gegründet, mit Pomp und Gloria in Versailles, was die besiegten Franzosen nicht sonderlich amüsant fanden.
Natürlich gehört zu einer Siegessäule auch eine bekrönende Siegesgöttin, eine Viktoria. Sie ist immerhin 8m hoch und damit die größte ihrer Art in Berlin. Die Berliner wären keine Berliner , wenn sie für diese markante Skulptur keinen Spitznamen hätten. Und so ist die ehrwürdige Viktoria auf der Siegessäule wohlbekannt als Goldelse.
Die Säule stand übrigens zunächst woanders, nämlich vor dem Reichstag. Hitler ließ sie von seinem Lieblingsbaumeister Albert Speer umsetzen – mitten in den Tiergarten auf einen Platz namens Großer Stern. Die Nazis planten eine Triumph-Achse ausgehend vom Brandenburger Tor westwärts – mit monumentalen Bauwerken. Im Zentrum sollte die Siegessäule stehen, die dann sicher eher winzig gewirkt hätte.
Zum Glück hatten die Nazis keine Zeit mehr für diesen Unfug. So kommt unsere Goldelse heute hervorragend zur Geltung und kann schon vom Brandenburger Tor aus bewundert werden.

4. Eierwärmer

Reichstagskuppel Berlin, EierwärmerDer von Wallot gebaute Reichstag wurde 1894 als Parlamentsgebäude eingeweiht. Schon während der Kaiserzeit gab es demokratische Institutionen, die allerdings recht schwach waren. So nannte Bismarck den Reichstag gern einmal Quasselbude, und Kaiser Wilhelm II. legte nach: der letzte deutsche Kaiser bezeichnete ihn verächtlich als Reichsaffenhaus.
Im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude zwar beschädigt, aber nicht zerstört. Aber von der alten Kuppel hatte einzig das Stahlgerippe überlebt. Es wurde im Rahmen einer notdürftigen Sanierung in den 50er Jahren abgetragen.
Im Kalten Krieg stand das direkt westlich des Mauerverlaufs gelegene Gebäude mehr oder weniger leer. Dieses änderte sich erst nach der Wende. Nach vielen Diskussionen wurde Berlin wieder zur Haupstadt, der Reichstag komplett saniert, entkernt und im Inneren völlig neu gestaltet.
Sir Norman Forster war der Architekt dieses prestigeträchtigen Unternehmens. Er gab dem Gebäude auch seine Kuppel wieder – eine Kuppel aus Glas mit einer Rampe in Form einer Doppelhelix, die 230m hoch in die Kuppelspitze führt und auf der anderen Seite wieder hinunter. Zwar können im Sommer die Glassegmente an den Seiten hochgefahren werden, um Frischluft hineinzulassen. Trotzdem kann es  in der Kuppel so heiß werden, dass dort in den letzten Jahren immer wieder Besucher kollabiert sind und die Kuppel geschlossen werden musste.
Vermutlich wegen ihrer Form wird die Kuppel gern einmal als Eierwärmer bezeichnet, sollte sie nicht lieber Touristen-Kocher heißen?

5. Hohler Zahn

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Hohler ZahnEnde des 19.Jahrhunderts wurde in Charlottenburg am Kurfürstendamm – im reichen Berliner Westen, wie man damals schon sagte – die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche gebaut. Sie sollte Wilhelm I. ehren, den ersten Kaiser der Deutschen.
Während der Luftangriffe des 2. Weltkrieges wurde Berlin bis zu 90% zerstört. Auch die Gedächtniskirch bekam schwere Treffer ab und überlebte nur als Ruine. Schnell wurden nach dem Krieg die Reste des Kirchenschiffs beseitigt. Die Turmruine blieb erst einmal stehen, sollte dann aber Ende der fünfziger Jahre abgerissen werden.
Als diese Pläne bekannt wurden, machte sich unter den West-Berlinern Empörung breit. Sie hatten die Turmruine liebgewonnen und wollten sie behalten. Immerhin hatten Sie ja auch schon einen Spitznamen für sie: der Hohle Zahn.
Der Architekt Egon Eiermann musste deswegen seine Pläne ändern und baute um die alte Turmruine herum bis 1961 eine neue Kirche. Sie besteht aus zwei Teilen: der neue Kirchturm steht östlich des Hohlen Zahnes, das Kirchenschiff westlich davon. Auch dieses Ensemble hat natürlich einen Spitznamen –  Lippenstift und Puderdose.
Die Gedächtniskirche gilt heute als Mahnmal gegen den Krieg.

6. Waschmaschine

Kanzleramt Berlin, WaschmaschineBerlin`s größte Waschmaschine steht mitten im Regierungsviertel.
Mit dem Beschluss, Berlin zur Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschlands zu machen, wurde in den 90er Jahren direkt nördlich des Reichstages (Sitz des Bundestages) das „Band des Bundes“ gebaut – die wichtigsten neuen Regierungsgebäude.
Von den Architekten Axel Schultes und Charlotte Franck wurde ein ost/west ausgerichteter architektonischer Riegel geschaffen, der – zählt man den Kanzlergarten ganz im Westen dazu – , zweimal die Spree quert.
Drei Gebäude finden sich hier, in Ost-Berlin das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus – die parlamentarische Bibliothek – verbunden über eine Doppel-Brücke über die Spree mit dem Paul-Löbe-Haus auf der Westseite. Es ist das Haus der Abgeordneten mit über 1000 Büros und Sitzungssälen.
Das westlichste Gebäude ist am Wichtigsten. Das Kanzleramt besteht aus einem zentralen, 36m hohen zentralen Bau mit zwei Seitenflügeln, die einen Ehrenhof bilden. Dort empfängt Mutti ihre Staatsgäste.
Ein Ehrenhof symbolisiert Macht. Das war schon zu Barockzeiten so (s. Schloss Charlottenburg) und ist es auch heute noch. Die architektonische Symbolsprache hat sich diesbezüglich nicht geändert.
Wenn man allerdings von Norden oder Süden kommend – also vom Hbf. oder Tiergarten aus – auf das Gebäude zufährt, gehört nicht viel Fantasie dazu, in den Seiten-Fassaden mit den großen Bögen eine Riesen-Waschine zu sehen.
Was hat sich der Architekt nur dabei gedacht: Viel schmutzige Wäsche, große Waschmaschine? Doch hoffentlich nicht ….

 

7. Schwangere Auster

HDKW-Berlin, Schwangere AusterZur internationalen Bauausstellung 1957 wurde zwischen Spree und Tiergarten ganz in der Nähe des Schlosses Bellevue eine neue Kongresshalle gebaut. Es war ein Geschenk der Benjamin-Franklin-Foundation, also der Amerikaner, an West-Berlin. Architekt war Hugh Stubbins. Er schuf ein extravagantes, an eine Muschel erinnerndes Bauwerk. Für die Berliner war klar: „Det erinnat an eene schwangere Auster“
Leider war es in den Fünfzigern noch ein technisches Risiko, so mit Spannbeton zu bauen und so stürzte 1980 ein Teil des geschwungenen Daches ein. Die Taz dichtete schön: „Schwangere Auster kam nieder.“
Nach diesem Vorfall sollten zunächst die restliche Gebäudeteile abgerissen werden. Dankenswerterweise kam man zur Vernunft. Das auch heute noch beeindruckende Bauwerke wurde saniert und dient jetzt als „Haus der Kulturen der Welt“, einem multikulturellem Zentrum für Konzertreihen, thematischen Filmvorführungen und andere multikulti-relevanten Events.
Für unsere amerikanischen Gäste haben wir übrigens noch einen weiteren Spitznamen für das HKDW in petto, nämlich „Jimmy Carters Smile“ – sorgt auf Stadtrundfahrten garantiert für Lacher.

Vor dem Gebäude steht übrigens ein beeindruckendes Highlight für Kunst-Liebhaber. Die Skulptur „Large Divided Oval: Butterfly“  von Henri Moore, das letzte Werk dieses begnadeten Bildhauers.

8. Wasserklops

Auch wenn das nördlich von ihm gelegene Bikinihaus saniert worden ist, kann man den davorliegenden Breitscheidplatz nicht als gelungenen Stadtplatz bezeichnen. Er atmet noch immer die Atmosphäre der sechziger Jahre. Trotzdem ist der zwischen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und Europacenter gelegene Platz seit Dekaden der wichtigste Treffpunkt in der City-West.
Ab 1980 sollte der öde Platz aufgehübscht werden. Man dachte an einen repräsentativen Brunnen. In einem offenen Wettbewerb gewann der Bildhauer Joachim Schmettau. Mit seiner Kollegin Susanne Wehling führte er den Auftrag aus und so entstand bis 1983 der „Weltkugelbrunnen“, so der offizielle Name. Mehrere rote Granitblöcke auf einer halbrunden Basis bieten Platz für mehrgeschossige Wasserläufe, an den kleine Figuren und Symbole verschiedener Kulturen angebracht sind.
Von Weitem wirkt der Brunnen weniger filigran, sondern eher massiv und rund: ein Wasserklops eben.

9. Langer Lulatsch

Funkturm Berlin, Langer LulatschAb 1921 gibt es Radio in Berlin. Noch in der Entwicklungsphase benötigte man schnell Sendemasten zur Übertragung der Radiowellen.
Zur Deutschen Funkausstellung 1926 wurde dann der Funkturm nach feierlicher Einweihung in Betrieb genommen. Neben seiner Bedeutung für den „Hörfunk“ wurden von hier aus ab 1929 auch erste Testsendungen für ein weiteres neues Medium ausgestrahlt: das Fernsehen startete seinen Siegeszug um die Welt.
Konstrukteur des an einen Mini-Eiffelturm erinnernde Bauwerk war der deutsche Architekt Heinrich Straumer.  Die Höhe beträgt knapp 150 m und ist somit etwa 220m niedriger als der Konkurrent im Osten – der Fernsehturm. Dafür ist der Funkturm allerdings 43 Jahre älter.
Auf 50m Höhe befindet sich ein Restaurant. Der gläserne Fahrstuhl – später eingebaut – sorgt bei nicht ganz schwindelfreien Benutzern für ein etwas unangenehmes Bauchkribbeln beim Hochfahren.
Schnell entwickelte sich der im Berliner Messegelände gelegene Stahlturm zu einem Publikumsmagneten und dann zu einem Wahrzeichen West-Berlins. Den West-Berlinern war die offizielle Bezeichnung des Turmes natürlich zu langweilig. „Langer Lulatsch“ klingt da natürlich erheblich besser als Funkturm.

10. Panzerkreuzer Protzki

ICC-Berlin, PanzerkreuzerGanz in der Nähe des Langen Lulatsch am Messegelände steht das ICC, das Internationale Congress-Centrum, das  1979 eingeweiht wurde. Gebaut wurde es in dem typischen 70er Jahre Stil, den heute keiner mehr versteht.
Superlativen: Mit den Maßen 320m Länge x 80 m Breite x 40 m Höhe ist es eines der weltweit größten Kongress-Zentren und der teuerste Bau West-Berlins. Kosten währungsbereinigt: 1 Milliarde Euro.  In der Tat ein Panzerkreuzer Protzki – und dann auch noch zu groß, um wirtschaftlich betrieben werden zu können.
Seit 2014 finden hier keine Veranstaltungen mehr statt. Das Bauwerk müsste auch dringend saniert werden. Immer wieder wird diskutiert, ob man das Monstrum nicht lieber abreißen sollte. Aber dann hätte man zwei Probleme, ein Asbest-Problem und ein Verkehrsproblem – man müsste die Stadtautobahn nebenan für unbestimmte Zeit sperren.
Mittlerweile wird das Riesengebäude – nach langem Widerstand des Senats – und aus der aktuellen Notlage heraus, temporär als Flüchtlingsunterkunft genutzt – keine angenehmer Ort für diesen Zweck.
Wer übrigens den Spitznamen Panzerkreuzer Protzki nicht mag: wie wäre es mit Raumschiff Orion?

Wollen Sie mehr? Dann lassen Sie sich von uns die Stadt erklären – witzig, informativ, persönlich.

Kontakt für unverbindliche Beratung und Buchung:

😉