Orangerieschloss, Park SanssouciAuf dem Höhenzug nördlich des Parks von Sanssouci ließ Friedrich Wilhelm IV., der Italien-Liebhaber unter den preußischen Königen, innerhalb von 12 Jahren bis 1864 dass Orangerieschloss erbauen.
Von den Baumeistern Persius und Stüler ganz im Stil der italienischen Renaissance geschaffen, erinnert das Bauwerk an die Uffizien in Florenz oder die Villa Medici in Rom.
Der zentrale Teil des 300m langen Schlosses besteht aus einer Doppelturmanlage, in dem sich eine Wohnung Friedrich Wilhelms IV. befand. Zu beiden Seiten anschließend liegen zwei Orangeriehallen von 103m Länge und 16m Tiefe. Hier werden bis heute subtropische Pflanzen vor Winterkälte geschützt. Vom Frühjahr bis Herbst erfreuen Sie dann wieder die zahlreichen Besucher der angrenzenden Gärten.
Die westliche Pflanzenhalle wurde im 19.Jahrhundert sogar mit einer Fußbodenkanalheizung ausgestattet, die bis heute voll funktionsfähig ist. Die Pflanzenräume haben fußbodentiefe Fenster. In den Nischen dazwischen befinden allegorische Figuren, die Monate und Jahreszeiten symbolisieren sollen. An den äußeren Enden der Orangeriehallen befanden sich hochherrschaftliche Wohnungen und Räume für die Bediensteten.
Das Orangerieschloss ist vom Schloss Sanssouci aus bequem zu Fuß zu erreichen.

Das Orangerieschloss zeigen wir Ihnen während dieser Touren:
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Nikolaikirche, PotsdamDie mit ihrem 85m hohen Turm weithin sichtbare Nikolaikirche im alten Zentrum Potsdams gilt als größte Kirche, die der Architekt Karl Friedrich Schinkel je gebaut hat.
Der markante klassizistische Kuppelbau ersetzte eine 1795 abgebrannte Barock-Kirche.
Allerdings wurde die Nikolaikirche zunächst auf Geheiß des Königs Friedrich Wilhelm III. ohne Kuppel und somit auch mit schlechter Akustik fertiggestellt – sehr zum Leidwesen Schinkels.
Erst die Schinkel-Schüler Persius und Stüler konnten nach dem Tode des Meisters im Jahr 1841 unter dem weniger knausrigen Friedrich Wilhelm IV. die Kuppel mit den vier stützenden Ecktürmen endlich fertigstellen. 1850 wurde das Schmuckstück am Alten Markt, direkt gegenüber des Stadtschlosses, schließlich eingeweiht.
Fast die gesamte Innenausstattung Schinkels – Wandmalereien, Gestühl und Orgel – wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Bis heute aber beeindruckt der quadratische Innenraum durch den fantastischen Blick in die 52m hohe Kuppel mit Ihren vier kreisrunden Gemälden.

Die Nikolaikirche in Potsdam sehen Sie während folgender Touren:
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Neues Palais, Park SanssouciDas Neue Palais in Potsdam, am Westrand des Parks von Sanssouci gelegen, ist mit 220 m Länge die größte Schlossanlage, die Friedrich der Große bauen ließ.
Es besteht aus 200 prächtig ausgestatteten Räumen, vier Festsälen und einem auch heute noch bespielten, wunderschönen Rokoko-Theater.
Friedrich ließ das beeindruckende Barock-Schloss gleich nach dem für Preußen siegreichen Siebenjährigen Krieg bauen. Mit diesem endeten die drei Schlesischen Kriege, in die alle große europäischen Mächte involviert waren.
Nach dem Siebenjährigen galt Preußen als europäische Großmacht. Um seinen Machtanspruch zu zeigen, ließ Friedrich das Neue Palais bauen. Er selbst nannt den Bau „une Fanfaronade“, eine Prahlerei – nur gebaut, um zu beeindrucken, obwohl Preußen nach den verlustreichen Kriegen fast bankrott war.
Der König selbst nutzte das Schloss ausschließlich für seine Gäste. Nach seinem Tode im Jahr 1786 wurde es kaum noch genutzt, bis es dann ab 1859 Sommeresidenz des Kronprinzen Friedrich Wilhelm wurde, dem späteren Kaiser Friedrich III..
Für Wilhelm II., dem letzten deutschen Kaiser, war das überaus repräsentative Neue Palais bevorzugte Residenz. In der Weimarer Republik als Museum genutzt, wurde es nach dem Krieg von der Sowjets geplündert.
Heute darf es wieder besichtigt werden.

Das Neue Palais zeigen wir Ihnen gern während folgender Touren:
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Neuer Garten, PotsdamIm Jahr 1786 bestieg Friedrich Wilhelm II. als Nachfolger seines Onkels Friedrich II. den Thron Preußens. Gleich nach der Inthronisierung begann er, sein Marmorpalais am Heiligen See zu bauen. Ein Jahr später wurde um das Schloss herum eine Gartenanlage im Stil der englischen Landschaftsgärten angelegt – der Neue Garten. Als Gartenarchitekt wurde Johann August Eyserbeck gewonnen, der auch schon den Garten von Wörlitz gestaltet hatte.

Im frühen 19.Jahrhundert war der Garten verwildert und galt zudem als unmodern. Peter Joseph Lenné gestaltete die Anlage um. Der Garten bekam Sichtachsen zu benachbarten Gartenanlagen, z.B. zum Pfingstberg, nach Sacrow auf der gegenüberliegenden Seite des Jungfernsees, zur Pfaueninsel und nach Babelsberg. Zudem erhielt der Neue Garten neue Wiesenflächen und Wege.
Zu dem schon vorhandenen Marmorpalais und der dekorativen Pyramide kamen weitere Schmuckbauten hinzu, bis 1917 auch das wunderbar in den Garten integrierte Schloss Cecilienhof.
Bis heute hat der 102,5 ha große Garten die Grundstruktur des 19. Jahrhunderts behalten. Der zerstörte Teil am Jungfernsee, der im Kalten Krieg zum Grenzgebiet nahe der Glienicker Brücke gehörte, ist nach der Wende wieder hergestellt worden.

Den Neuen Garten in Potsdam sehen Sie während folgender Touren:
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Neue Kammern, Sanssouci

Ab 1745 ließ Friedrich II. direkt westlich seines Lieblingsschlosses Sanssouci eine Orangerie nach Plänen seines favorisierten Architekten Knobelsdorff bauen.
Hier wurden Palmen und Orangenbäume, die im Sommer die Terassen und den neuen barocken Garten südlich des Schlosses zierten, in der kalten Jahreszeit warm gehalten.
Zwischen 1771 und 1775 wurde die Orangerie zum königlichen Gästehaus, den Neuen Kammern, umgebaut. Verantwortlich dafür war der Baumeister Georg Christian Unger. Größe, Fassade und die bis zum Boden reichenden Fenster blieben erhalten. Das Gebäude bekam nun allerdings seine dekorative Kuppel, ähnlich jener der östlich des Schlosses Sanssouci gelegenen privaten Bildergalerie Friedrichs. Die beiden Bauten flankierten nun das Schloss.
An die ursprüngliche Funktion der Neuen Kammern erinnern noch die Rampen, auf denen die schweren Pflanzenkübel hinein- und hinausgeschoben wurden.

Die Neuen Kammern in Sanssouci zeigen wir Ihnen während dieser Führungen:
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Nauener Tor, PotsdamIm Jahr 1755 wurde unter Friedrich II. das Nauener Tor von dem Baumeister Johann Gottfried Büring fertiggestellt.  Es gilt als das früheste Zeugnis der Neogotik in Zentral-Europa und wurde nach Zeichnungen des schottischen Inverary Castle errichtet.
Durch das mittlere Portal fährt heute die Straßenbahn. Im rechten der beiden Türme ist ein Restaurant untergebracht.
Nach einer Sanierung bekam das Tor wieder die ursprüngliche graue Farbe. Der vorherige Gelbanstrich gefiel den Potsdamern besser.

 

 

Das Nauener Tor ist Teil folgender Führungen:
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 Historische Mühle, Park SanssouciSchon bevor Friedrich II. Schloss Sanssouci bauen ließ, stand auf  einem Hügel ganz in der Nähe ab 1739 eine sogenannte Bockwindmühle. Auf einem hölzernen Gestell ruhend, konnte sie komplett in den Wind gedreht werden.

Der Legende nach gab es einen Konflikt zwischen König Friedrich II. und dem Müller Grävenitz, der sich über die geänderten Windverhältnisse durch den 1747 vollendeten Schloss-Neubau beklagte. Auch Friedrich war unzufrieden, das Geklapper der Mühle war ihm zu laut. Aus diesem Grund wollte Seine Majestät die Mühle schließen.
Aber der Müller widersetzte sich, worauf ihm Friedrich bedeutete, er könne ihm ja als König die Mühle ohne Weiteres fortnehmen. Der Müller entgegnete „Aber nur, wenn es das Amtsgericht in Berlin nicht gäbe“. Der König lächelte, akzeptierte und ließ dem Müller seine Mühle.
Solche Geschichten des 19.Jahrhunderts mit seiner verklärenden Sicht auf den „Alten Fritz“ sollten dessen Volksnähe illustrieren und auch seine Unterordnung unter das Gesetz. Schließlich galt Friedrich der Große als aufgeklärter Monarch.

Um 1800 wurde die alte Bockwindmühle durch eine moderne holländische Windmühle ersetzt. Der letzte Müller trat 1858 von seinem Pachtvertrag zurück. Weitere Bewerber wurden abgelehnt und so wurde die Mühle ab 1861 eine Attraktion für die ersten Touristen.
Im zweiten Weltkrieg brannte die Mühle ab, wurde später rekonstruiert und erfreut bis heute die Sanssouci-Touristen als Wahrzeichen des Schlosses Sanssouci und seiner Parkanlagen.

Die historische Windmühle ist voll funktionsfähig. Noch immer wird hier Mehl gemahlen, mit dem eine spezielle Sorte Brot gebacken wird, die es auch schon unter Friedrich II. gab. Man kann das Backwerk in der Mühle kaufen.

Die Mühle von Sanssouci sehen Sie während folgender Führungen:
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Militärwaisenhaus, Potsdam

Ein hartes Leben hatten die Kinder von verstorbenen oder gefallenen mittellosen Soldaten, die ab 1722 im neuen Miltärwaisenhaus in Potsdams Zentrum nahe der Breiten Straße unterbracht wurden. Sie arbeiten schwer in Waffenfabriken und wurden hart trainiert, um später gute Soldaten in der preußischen Armee zu werden. Bis zu 600 Kinder wurden hier untergebracht.

Bis 1777 wurde das Militärwaisenhaus unter Friedrich II. komplett umgebaut. Nach Plänen Gontards entstand ein repräsentativer, vierflügliger Bau mit Monopterus. In diesem befand sich eine Skulptur der Caritas, der Göttin der Barmherzigkeit.  Der neue Komplex fügte sich gut ins Stadtbild des nahegelegenen des Prachboulevards Potsdams, der Breiten Straße.
Bis 1920 stand das Große Militärwaisenhaus unter straffer Militär-Verwaltung. Dann kam es dem Versailler Vertrag entsprechend unter Zivilverwaltung. Ab 1933 wurde die Anlage Nationalpolitische Erziehungsanstalt und 1937 der Wehrmacht unterstellt.
Nach dem Krieg fungierte das ehemalige Militärwaisenhaus zunächst als Kinderheim, dann als Bürogebäude und schließlich als Internat der Pädagogischen Hochschule. Bis 2004 fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten statt –  so wurde auch der zerstörte Monopterus wiederhergestellt.

Das Militärwaisenhaus in Potsdam sehen Sie während folgender Führungen:
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Marmorpalais, Neuer Garten, Potsdam1786 folgte Friedrich Wilhelm II. seinem Onkel Friedrich dem Großen auf den preußischen Thron. Innerhalb eines Jahres ließ er sich im Neuen Garten nach Plänen Gontards das Marmorpalais als Sommer-Residenz bauen. Im Schloss Sanssouci, dem Lieblingsschloss Friedrichs, wollte der Monarch nicht wohnen, zu sehr verabscheute er seinen Onkel. Zudem war ihm das heruntergekommene Sanssouci nicht mondän genug.

Der Innenausbau der frühklassizistischen Schlossanlage wurde allerdings erst 1845 beeendet – 48 Jahre nach dem Tod Friedrich Wilhelms II..  Carl Gotthard Langhans, Erbauer des Brandenburger Tores in Berlin, schuf als Nachfolger Gontards sowohl den bedeutenden Konzertsaal des Marmorpalais als auch das Orientalische Kabinett.

Herrliche Ausblicke bieten sich vom Obergeschoss des frisch sanierten Bauwerks. Von hier aus kann man über den Heiligen See die gesamte Havellandschaft nach Norden hin genießen – mit Sichtachse zur Heilandskirche und Pfaueninsel.

Das Marmorpalais in Potsdam sehen Sie während folgender Touren:
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Langer Stall, Potsdam

Friedrich Wilhelm I. ließ an der Breiten Straße um 1730 einen 120 m langen und 18m breiten Exerzierstall für seine Armee errichten. So konnten seine Soldaten auch bei schlechtem Wetter trainieren.

Unter seinem Nachfolger Friedrich II. wurde die Breite Straße zum Prachboulevard ausgebaut und musste natürlich verschönert werden. Einfache Bürgerhäuser bekamen repräsentative Fassaden und auch vor den langen Stall wurde eine von dem Architekten Unger geschaffene Schaufassade gesetzt, im italienischen, von Palladio inspirierten Barock.
Der Stall wurde im Krieg zerstört, die 22 m hohe Schaufassade überlebte und wurde bis 1984 denkmalsgerecht saniert. Direkt neben dem Stall befand sich einst die Garnisonkirche . Sie wurde im Krieg stark beschädigt und später abgerissen.

Den Langen Stall zeigen wir Ihnen während folgender Touren:
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Stadtrundfahrt Potsdam, Krongut Bornstedt Mit italienischer Architektur präsentiert sich das Krongut Bornstedt. Das beeindruckende ehemalige Vorzeige-Gut der Hohenzollern liegt nur 500m vom Schloss Sanssouci entfernt.
Bis 2002 wurde das Bauensemble aufwendig saniert und ist heute ein beliebter Ausflugsort für Potsdamer und Berliner. Vor allem an Wochenenden herrscht hier reger Betrieb – im Sommer mit Markt, Open Air Gastronomie und vielen Events, in der Weihnachtszeit mit einem gemütlichen Weihnachtsmarkt.

Das „Hofbrauhaus“ führt die hier seit 1689 bestehende Tradition des Bierbrauens fort, der helle, obergärige „Bornstedter Büffel“ mundet zu jeder Jahreszeit.

Neben dem Hofbrauhaus sorgen noch die Hofbäckerei, das Kaffeehaus Victoria und die Weinscheune Habel für einen gelungenen Sonntagnachmittag. Oder besuchen Sie einmal die Brandenburger Manufaktur, die traditionalle Handwerkskünste wie Zinngießerei oder Putzmacherei hochhält. Hier können Sie den Handwerkern über die Schulter schauen und die Produkte ihrer Arbeit natürlich auch kaufen.

Das Krongut Bornstedt sehen Sie während folgender Touren:
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Jägertor, PotsdamDas Jägertor ist das älteste noch erhaltene Stadttor in Potsdam. Es wurde zusammen mit der neuen Stadtmauer, der sogenannte Akzise-Mauer (Zollmauer) unter Friedrich Wilhelm I. im Jahr 1733 fertiggestellt.

1869 wurde diese Stadtmauer, die hauptsächlich dazu diente, Soldaten vom Desertieren abzuhalten und Waffenschmuggel zu unterbinden, abgerissen. Einige Stadttore blieben erhalten, darunter auch das Jägertor, das nun freistehend an der Nordseite der „Zweiten Barocken Stadterneuerung“ in der Achse der Lindenstraße steht.
Seinen Namen hat das Tor vom Kurfürstlichen Jägerhof in unmittelbarer Nähe. Dort sammelten sich Jäger und Hofstaat zum Jagen in den kurfürstlichen Wäldern bei Potsdam.
Das barocke Tor ist heute Teil einer Promenade, die dem Verlauf der ehemaligen Stadtmauer folgt. Integriert sind so auch das Brandenburger und das Nauener Tor.

Das Jägertor in Potsdam sehen Sie während folgender Touren:
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Holländisches Viertel, PotsdamDas berühmte Holländische Viertel in Potsdam gilt als größte Siedlung im Holländischen Stil außerhalb der Niederlande. Es besteht aus 136 Häusern und ist durch zwei Straßen und eine Kreuzung in 4 Karreés unterteilt.

Um 1730 wurde dieses einzigartige Viertel auf Geheiß Friedrich Wilhelms I. durch den Architekten Boumann errichtet.
Ziel war es, holländische Ingenieure und Baumeister zu überzeugen, sich in Potsdam niederzulassen.
Denn wie auch Berlin hat Potsdam bis heute Probleme mit hohem Grundwasserspiegel und sandig-sumpfigem Boden. Und wie wir auch heute noch wissen, sind die Holländer gewöhnt, auf solch einem Boden zu bauen. Sie wurden eingeladen, dem König beim Aufbau Potsdams mit ihrem Know-How zu helfen – und sie sollten sich in dem eigens für sie errichteten Viertel wie zu Hause fühlen. Doch leider war das Interesse der Holländer, ins tiefste Preußen zu kommen, eher mäßig.
Im Laufe der folgenden Jahrhunderte entwickelte sich das Quartier zu einem Künstlerviertel. Auch heute sind hier noch viele Kunstschaffende mit ihren Workshops ansässig. Außerdem laden einige schöne Kaffeehäuser und Restaurants zum Genießen ein – und einige interessante Trödel-, Bücher-, Spielzeug- und Modeläden zum Shoppen.

Fast hätte das Holländische Viertel die DDR nicht überlebt – ähnlich wie die Spandauer Vorstadt in Berlin. Beide Viertel sind während der Luftangriffe des 2. Weltkriegs relativ verschont geblieben, wurden aber von der DDR völlig vernachlässigt und erst nach der Wende wieder historisch genau saniert.

Das Holländische Viertel zeigen wir Ihnen während folgender Touren:
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Heilandskirche Sacrow, PotsdamQuert man die Glienicker Brücke von Berlin kommend in Richtung Potsdam, so sieht man auf dem gegenüberliegenden Ufer der Havel rechter Hand die wunderschöne Heilandskirche von Sacrow, dem kleinen Dorf nördlich der Kirche.

Architekt ist Ludwig Persius, der um 1844 eine repräsentable Kirche im dem damals für Potsdam typischen italienischen Stil schuf – mit freistehendem Campanile und einem Säulenumgang. Von hier läßt sich heute trefflich die Seenlandschaft der Havel genießen.

Im Kalten Krieg war dieses nicht möglich, lag doch die Heilandskirche inmitten des Todesstreifen und umgeben von der Berliner Mauer. Etwas weiter im Norden am Westufer der Havel war die Grenze zu West-Berlin mit den Ortsteilen Gatow und Kladow (Bezirk Spandau).
Nach der Wende wurde die heruntergekommene Bauwerk aufwendig saniert – wie auch das ganz in der Nähe gelegene Sacrower Schloss. Beide Bauten liegen in dem schönen und ebenfalls wieder hergestellten Schlosspark des Gartenbau-Architekten Peter Joseph Lenné. Hier erinnert nichts mehr an die Grenz-Situation des Kalten Krieges.

Heilandskirche, Sacrower Schloss und Schlosspark sind heute Teil der Potsdamer Havellandschaft, die seit 1990 als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft ist.

Die Friedenskirche Sacrow zeigen wir Ihnen während folgender Touren:
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Glienicker Brücke, Bridge of SpiesDie Glienicker Brücke führt über die Havel und verbindet im Südwesten Berlin mit Potsdam. Hier querte die Reichstraße 1, einst die längste Straßenverbindung im nördlichen Europa den Fluß. Sie führte von Holland über Potsdam und Berlin nach Ostpreußen.
Karl Friedrich Schinkel baute hier als Ersatz für eine alte Holzbrücke im Jahre 1831 eine Steinbrücke, die 1905 auf Befehl von Kaiser Wilhelm II. durch eine moderne Stahlbrücke ersetzt wurde. Diese wurde in den letzten Tages des Krieges gesprengt und dann von der DDR wieder aufgebaut. Sie erhielt den Namen „Brücke der Einheit“, besonders nach dem Mauerbau ein recht zynischer Name.

In den 60er Jahren wurde die Brücke, die nun ein schwer bewachter Alliierten-Übergang zwischen West-Berlin und der DDR war, berühmt durch Agentenaustausch. Der bekannteste war wohl der Tausch des Sowjet-Agenten Rudolf Abel gegen Gary Powers, dem U2-Piloten, der über Russland abgeschossen worden war. Steven Spielberg hat aus dieser Geschichte einen Spielfilm gemacht. In „Bridge of Spies“ spielt Tom Hanks den Rechtsanwalt, der den Deal einfädelte.

Die „Bridge of Spies“ sehen Sie während dieser Rundfahrten:
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Hofkirsche Garnisonkirche PotsdamUm 1730 wurde Potsdam vom Vater Friedrichs des Großen, dem „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I., zur Garnisonsstadt ausgebaut. Neben einer Stadtmauer, der sogenannten Akzise-Mauer, ließ der König bis 1732 auch die Garnisonkirche errichten.

Vier Jahre später wurde sie mit dem berühmten, 40-stimmigen Glockenspiel ausgestattet. Aus dem barocken Turm erklang nun zur vollen Stunde „Lobe den Herrn“,  zur halben Stunde das weitaus berühmtere „Üb immer Treu und Redlichkeit“, wohlbekannt aus Mozarts Zauberflöte.

1933 fand hier anläßlich der Reichstags-Eröffnung der „Tag von Potsdam“ statt, auf dem Hitler und der greise Reichspräsident Hindenburg zusammenkamen und die Hände schüttelten. Ein grandiose Propagandaschau der Nazis – so wollte man Preußen-Tugenden und Nationalsozialismus verbinden. Genau deswegen wurde die im Krieg schwer beschädigte Kirche 1968 auf Befehl Ulbrichts gesprengt.

Heute versucht eine Bürgerinitiave mit Spendensammlungen die Politik dazu zu bewegen, die Kirche wieder aufzubauen. Das Glockenspiel ist mit Hilfe privater Spenden schon rekonstruiert worden. Es steht in einem Gestell genau dort, wo sich einst die Garnisonkirche befand. So erkling auch heute immer wieder einmal „Üb immer Treu und Redlichkeit“.
Auch der Turm der Garnisonkirche wird gerade wieder denkmalsgerecht rekonstruiert.

Wir zeigen Ihnen, wo die Garnisonkirche stand – während folgender Führungen:
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 Friedenskirche, Park Sanssouci Am Ostende des Parks von Sanssouci und ganz in der Nähe des Luisenplatzes steht die im frühchristlichen, italienischen Stil errichtete Friedenskirche. Gebaut wurde sie von den beiden Schinkel-Schülern Persius und Stüler.
Der Bau geht auf eine Idee des Italien-Liebhabes Friedrich Wilhelms IV. zurück, der auch den ersten Entwurf zeichnete – inspiriert von der Basilika St. Clemente in Rom.
Auch der Campanile hat ein Vorbild, den Turm der Chiesa di Santa Maria in Cosmedin bei Rom.

In der Apsis befindet sich ein wunderschönes Mosaik, das der König aus einer baufälligen Kirche in Murano bei Venedig kaufte. Nach der Größe dieses Mosaiks wurde die Kirche geplant.
Ergänzt wurde die Friedenskirche durch Umgänge und Gebäude im Stil einer mittelalterlichen Klosteranlage.
Im Haupthof befindet sich eine Replik der beeindruckende  Jesus-Statue des dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen. Der schönste Eingang zum Park ist das Heilbronner Portal, das Original befindet sich einem Kloster in Heilbronn.
Zwei wichtige Grabmäler befinden sich der Anlage. In der Kirche selbst die Gruft Friedrich Wilhelms IV. und seiner Gattin, in dem benachbarten, von Raschdorff gebauten Mausoleum liegt der 99-Tage Kaiser Friedrich III..

Die Friedenskirche Potsdam erklären wir Ihnen gern
während folgender Touren:
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Filmmuseum PotsdamDas älteste erhaltene Gebäude im historischen Potsdamer Stadtzentrum ist die 1685 vom Großen Kurfürsten errichtete Orangerie an der Breiten Straße, westlich des wiederaufgebauten Stadtschlosses.
1714 wurde das Gebäude unter Friedrich-Wilhelm I., dem sogenannten Soldatenkönig,  zum Pferde- oder Marstall umgebaut.
Knobelsdorff, Lieblings-Architekt Friedrich des Großen, vergrößerte das Gebäude um 1746.
In der Weimarer Republik war hier das Garnisons-Museum untergebracht, nach dem Krieg ab 1981 das Film-Museum Potsdam. Es erinnert an die große Zeit der deutschen Film-Industrie in den Zwanziger Jahren in Potsdam-Babelsberg – hier hatte die berühmte UFA ihre Heimat – später in der DDR die DEFA.
Im Filmmuseum befindet sich ein alter, mit einer Welteorgel ausgestatteter Filmsaal. Diese wurde bis 1929 zum Begleiten der Stummfilme genutzt. Außer sind hier u.a.  Film-Kostüme und historische Kinotechnik zu besichtigen.

Das Film-Museum Potsdam zeigen wir während folgender Touren:
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 Drachenhaus, Park SanssouciAm Hof Friedrichs des Großen war Chinoiserie äußerst beliebt.
Neben dem berühmten chinesischen Pavillion im Park Sanssouci ließ Friedrich auf dem Bornsteder Höhenzug nördlich des Parks bis 1770 das kleine Drachenhaus in Form einer achteckigen chinesischen Pagode bauen.
Sie wurde reichhaltig mit farbigen Drachen verziert.
Bis zum Ende des 19.Jahrhunderts wohnte hier der Winzer des Potsdamer Weinbergs.
Heute wird das schmucke Bauwerk als Kaffeehaus genutzt.

Westlich des Drachenhauses befindet sich auf dem Klausberg ein Belvedere, ebenfalls unter Friedrich II. errichtet. Östlich erstreckt sich der gewaltige Orangerie-Palast, der vom Italien-Liebhaber Friedrich-Wilhelm IV. in Anlehnung an die Uffizien in Florenz um 1850 errichtet wurde.

Das Drachenhaus zeigen wir Ihnen gern während dieser Touren:
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Hiller-Brandtsche-Häuser, PotsdamNach seiner Inthronisierung im Jahr 1740 begann Friedrich II. sofort mit umfangreichen Baumaßnahmen in Potsdam.
Neben dem Bau seines späteren Lieblings-Schlosses Sanssouci, wurde auch die kleine und bis dato unbedeutende Residenzstadt aufgehübscht.
Zu diesem Zweck wurde viel Dekoration geschaffen –  auch normale Bürgerhäuser sollten eine ansprechende Fassade bekommen. Die Investition bezahlte der König aus seiner Privat-Schatulle.
Ein typisches Beispiel der Potsdamer Schau-Architektur sind die Hiller-Brandt`schen Häuser, benannt nach ihren Bewohnern, dem Kaufmann Johann Friedrich Hiller und dem Schneidermeister Johann Gehardt Brandt.  Normale Bürger also, die in einem Haus wohnen durften, dessen Fassade an Inigo Jones` Entwurf für Whitehall Palace in London erinnert. Baumeister dieser Prachtfassade ist Georg Christian Unger.
Der König und auch die Potsdamer Bürger waren so begeistert, dass Unger in der Folge noch dreihundert weitere Wohnhäuser und viele königliche Bauten in Potsdam errichten durfte, wie das Belvedere auf dem Klausberg oder die Neuen Kammern am Schloss Sanssouci.

Die Hiller-Brandtschen-Häuser sehen Sie während folgender Führungen:
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