Über 500 Jahre stand das Berliner Stadtschloss auf der großen Spreeinsel südlich des heutigen Berliner Doms und der Museumsinsel.
Es wurde immer weiter ausgebaut – von einem Renaissance-Schlösschen wurde bis zu dem gewaltigen Barockschloss des 18. Jahrhunderts.
Viele der besten Architekten ihrer Zeit hatten sich in diesem Monumentalbau verewigt, wie Andreas Schlüter, Eosander von Göthe, aber auch Knobelsdorff, Langhans, Stüler und Schadow. Die letzten Umbauten Ende des 19. Jahrhunderts stammen von Ernst von Ihne. Dieser Architekt baute auch die Staatsbibliothek unter den Linden oder den Kaiserbahnhof in Potsdam.
Im 2.Weltkrieg wurde das Gebäude teilweise zerstört. Man hätte es wieder aufbauen können, doch als Symbol des preußischen Militarismus sprengte die DDR die gewaltige Schlossanlage 1951/52.
Nur ein Originalteil des Schlosses erhielt die DDR, das Portal IV – weil Karl Liebknecht vom Balkon dieses Portals am 9.Nov.1914 – erfolglos – die Sozialistische Republik proklamiert hatte.
Bis 1975 baute sich die DDR auf einem Teil der Fläche ihr eigenes Schloss, den „Palast der Republik“, unvergessen als „Erichs Lampenladen“ – eine Mischung aus kulturellem und politischem Zentrum. Auch dieses Gebäude ist schon wieder Geschichte, es wurde nach der Wende abgerissen.
Mittlerweile ist das alte Stadtschloss wieder auferstanden und sieht, von drei Seiten mit barocker Fassade ausgestattet, fast wieder aus wie vor dem 2.Weltkrieg. 2020 wurde es als Humboldt-Forum eröffnet, ein Kultur- und Museumszentrum erster Güte.
Unter Anderem hat hier die berühmte Ost-Asiatische-Sammlung ihre neue Heimat gefunden.
Stadtschloss/Humboldt-Forum ist Teil u.a. folgender Touren:
Stadtrundfahrt Berlin im Überblick
Stadtrundfahrt Ost-Berlin
Stadtrundgang Berlin-Mitte
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