Berliner StadtschlossÜber 500 Jahre stand das Berliner Stadtschloss auf der großen Spreeinsel südlich des heutigen Berliner Doms und der Museumsinsel.
Es wurde immer weiter  ausgebaut – von einem Renaissance-Schlösschen wurde bis zu dem gewaltigen Barockschloss des 18. Jahrhunderts.
Viele der besten Architekten ihrer Zeit hatten sich in diesem Monumentalbau verewigt, wie Andreas Schlüter, Eosander von Göthe, aber auch Knobelsdorff, Langhans, Stüler und Schadow. Die letzten Umbauten Ende des 19. Jahrhunderts stammen von Ernst von Ihne. Dieser Architekt baute auch die Staatsbibliothek unter den Linden oder den Kaiserbahnhof in Potsdam.

Im 2.Weltkrieg wurde das Gebäude teilweise zerstört. Man hätte es wieder aufbauen können, doch als Symbol des preußischen Militarismus sprengte die DDR die gewaltige Schlossanlage 1951/52.
Nur ein Originalteil des Schlosses erhielt die DDR, das Portal IV – weil Karl Liebknecht vom Balkon dieses Portals am 9.Nov.1914 – erfolglos – die Sozialistische Republik proklamiert hatte.
Bis 1975 baute sich die DDR auf einem Teil der Fläche ihr eigenes Schloss, den  „Palast der Republik“, unvergessen als „Erichs Lampenladen“ – eine Mischung aus kulturellem und politischem Zentrum. Auch dieses Gebäude ist schon wieder Geschichte, es wurde nach der Wende abgerissen.

Mittlerweile ist das alte Stadtschloss wieder auferstanden und sieht, von drei Seiten mit barocker Fassade ausgestattet, fast wieder aus wie vor dem 2.Weltkrieg. 2020 wurde es als Humboldt-Forum eröffnet, ein Kultur- und Museumszentrum erster Güte.
Unter Anderem hat hier die berühmte Ost-Asiatische-Sammlung ihre neue Heimat gefunden.

Stadtschloss/Humboldt-Forum ist Teil u.a. folgender Touren:  
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Band des Bundes, Regierungsviertel, BerlinNach langen Diskussionen wurde Berlin nach der Wende die Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschlands. Der alte Reichtag wurde Sitz des Bundestags, ein neues Regierungsviertel entstand im Umkreis. Die wichtigsten neuen Regierungsgebäude  nördlich des Parlaments sind als „Band des Bundes” bekannt. Dieses umfasst von West  nach Ost den „Kanzlerpark” auf der rechten Spreeseite,  Bundeskanzleramt,  Paul-Löbe Haus mit Büros der Abgeordneten, sowie – am rechten, östlichen Ufer der Spree – das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, in dem sich die größte parlamentarische Bibliothek Deutschlands befindet.

Auf dem großen Freiplatz zwischen Kanzleramt und Paul-Löbe-Haus sollte nach der Idee des Architekten Axel Schultes einmal ein Bürgerforum entstehen, das aber aus Kostengründen fallen gelassen wurde.

Die Architektur des „Band des Bundes” gilt als Antwort auf Hitlers und Speers Planungen für eine „Weltstadt Germania”, für die eine gigantische Nord-Süd-Achse durch Berlin geplant wurde. Es symbolisiert aber mit seiner über die Spree nach Osten reichenden Anlage vor allem die Wiedervereinigung West- und Ost-Berlins.

Das Regierungsviertel mit dem Band des Bundes sehen Sie hier: 
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Bahnhof Zoologischer GartenDer „Bahnhof Zoologischer Garten“ wurde 1882 im Rahmen der Fertigstellung der Stadtbahn eröffnet. 20 Jahre später wurde auch die U2 in Betrieb genommen, mit einer Station direkt unter dem Bahnhof.
Im Kalten Krieg diente der Bhf. Zoo als Hauptbahnhof West-Berlins und war somit der wichtigste Verkehrsknotenpunkt der eingeschlossenen Stadt.

In den 70/80er Jahren war der Bahnhof in der City-West (Charlottenburg) als Zentrum der West-Berliner Drogenszene ein düsterer Ort. Das berühmte Buch von Christiane F. „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ beschreibt Ihre Erlebnisse als drogensüchtiges Mädchen. Ihre gruseligen Beschreibungen der Bahnhofs-Szene werden bis heute gern als Abschreckung in Schulen thematisiert.

Anläßlich der 750-Jahr-Feier 1987 wurde der Bahnhof saniert, durch verstärkte Polizei-Präsenz die Drogenszene vertrieben.

Heute wächst um den in die Jahre gekommenen Bahnhof das neue West-Berlin – mit dem „Zoofenster“ (Waldorff Astoria), dem ersten große Projekt in West-Berlin seit der Wende, wurde ein Anfang gemacht. Es folgte das „Upper West“ gleich nebenan.
Das Kino Zoo-Palast ganz in der Nähe wurde denkmalsgerecht saniert, das benachbarte Bikinihaus  ebenso. Und das unattraktive 70er Jahre Gebäude Ecke Hardenberg- / Joachimsthaler Str. hat längst einem modernen Kaufhausbau Platz gemacht.

Nach der City-Ost wird so auch die City-West rund um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche endlich aufgehübscht. Nur am Hardenbergplatz direkt vor dem Bahnhof hat sich seit den Siebzigern nichts geändert. Zwar gibt es Pläne, einen attraktiven Stadtplatz zu schaffen – bislang ist aber noch nichts geschehen.

Der Bahnhof Zoo ist Teil u.a. folgender Touren: 
Stadtführung Charlottenburg
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Bahnhof Friedrichstr.Die erste Bahnhofsanlage auf dem Viadukt der neuen Stadtbahn wurde bis 1882 an der Friedrichstraße gebaut. 1914 wurde si abgerissen, weil sie dem wachsenden Verkehr nicht mehr gewachsen war. 1923–1925 entstand eine zweischiffige Halle für zwei Gleise der Stadtbahn und vier Gleise der Vorort- und Fernbahn. Im Jahr 1928 wurde auf elektrischen Betrieb umgestellt. 1936 erhielt der Bahnhof mit dem Bau der Nord-Süd-S-Bahn eine unterirdische S-Bahn-Station.

Nach Beseitigung der Kriegsschäden wurde der Bahnhof Friedrichstraße von der DDR als Grenzbahnhof ausgebaut. Hier endeten die sogenannten Interzonen- (Transit-)Züge, die dreimal täglich von Westdeutschland nach Ost-Berlin fuhren.
Das ehemalige Abfertigungsgebäude des Grenzübergangs Bahnhof Friedrichstaße ist heute bekannt als „Tränenpalast“. Gebaut in den 60er Jahren befindet es sich auf der Nordseite des Bahnhofs. Hier mussten sich Ost- und West-Verwandte vor Abfahrt des Interzonenzuges Richtung BRD verabschieden – vielfach unter Tränen.
Heute ist in dem Gebäude eine kleine aber feine Ausstellung untergebracht. Sie thematisiert die Teilung Berlins und den Bahnhof Friedrichstr. als Grenzstation.

Den Sanierungen der U-Bahn-Station 1991/92 schlossen sich Umbauten für den oberirdischen Bereich bis 1999 an – der Innenbereich wurde modernisiert und die Klinkerfassade der 20er Jahre wiederhergestellt.

Bahnhof Friedrichstr. ist Teil u.a. folgender Touren: 
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AVUS Berlin Im Jahr 1921 wurde die AVUS als erste Rennstrecke Deutschlands eröffnet.
Die Abkürzung steht für „Automobil-Verkehrs- und Übungsstrecke“. Sie führte auf zwei Geraden mit zwei Kurven durch den Grunewald. Die Gesamtlänge betrug 19,3km.
Auf der AVUS fanden die spektakulärsten Autorennen ihrer Zeit statt.
In den 30er Jahren siegten hier die legendären Silberpfeile von Mercedes. Die Rennfahrer waren verehrte Helden. Sie hießen Ferdinand Porsche,  Manfred von Brauchitsch oder Graf Berghe von Trips.
Bis in die Neunziger Jahre fanden auf der AVUS Auto- und Motorradrennen statt. Aber nur einmal  – 1959 – ein Formel1-Rennen. Sieger war damals der Engländer Tony Brooks auf Ferrari.

Das letzte Rennen wurde 1998 ausgetragen. Danach wurde die extrem gefährliche Nordkurve abgerissen – heute ist dort ein Bus- und LKW-Parkplatz. Zwei Gebäude zeugen noch von der glorreichen Vergangenheit der AVUS, das Mercedeshaus und die Tribüne. Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

Die AVUS ist heute Teil der Stadtautobahn vom Messegelände und Funkturm nach Südwesten in Richtung Potsdam und zum Anschlußstück an die A115. Dort befand sich im Kalten Krieg der Grenzübergang Dreilinden (Allied Checkpoint Bravo) mit der Transitstrecke nach Westdeutschland.

Die AVUS befahren wir auf folgenden Stadtrundfahrten:
Stadtrundfahrt Potsdam (ab/bis Berlin)
Stadtrundfahrt Berlin-Potsdam

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Altes Museum, Museumsinsel, BerlinDas Alte Museum am Lustgarten wurde 1830 als erstes öffentliches Museum Deutschlands eröffnet. Im II. Weltkrieg zerstört, wurde das Gebäude bis 1960 wiederhergestellt.

Der zweigeschossige Vierflügelbau mit zwei Innenhöfen und einer von 18 ionischen Säulen getragenen Vorhalle ist dem Pantheon in Rom nachempfunden.
Architekt ist Karl Friedrich Schinkel, der hier sein architektonisch bedeutendstes Bauwerk schuf. Gleichzeitig ist es mit einer 87m Länge und einer 55m Breite sein größtes in Berlin.

Im Zentrum des Gebäudes befindet sich ein über zwei Geschosse reichender Kuppelsaal, für den ursprünglich eine Granitschale vorgesehen war. Diese wurde später wegen ihres zu hohen Gewichts (70t) vor dem Gebäude platziert. Das Bronzetor des Haupteingangs stammt vom Schinkel-Schüler Stüler und gilt als Meisterwerk.
Das Alte Museum ist das erste Museum, das auf der vom preußischen Staat neu geplanten Museumsinsel gebaut wurde. Später folgten Neues Museum, Alte Nationalgalerie, Pergamon- und Bodemuseum. Heute beherbergt das beeindruckende Bauwerk die Antikensammlung.

Karl Friedrich Schinkels Altes Museum
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Stadtrundfahrt „Berlin im Überblick
Stadtrundgang Berlin-Mitte

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Alte Nationalgalerie, MuseumsinselFriedrich August Stüler erschuf die  Nationalgalerie im Stil eines korinthischen Tempels mit einem Sockelunterbau in der Höhe von 12m. Die Idee für dieses Bauwerk geht auf König Friedrich Wilhelm IV. zurück, der sich zunächst eine Festhalle für die Universität wünschte. Die Einweihung fand 1876 statt.
Stark beschädigt im 2. Weltkrieg, wurde das Gebäude bis 1958 wieder aufgebaut.

Nach Fertigstellung von Mies van der Rohes Neuer Nationalgalerie im Kulturforum West-Berlin im Jahre 1968, wurde das Museum in „Alte“ Nationalgalerie umbenannt.
Hier können die wichtigsten Werke des 19.Jahrhunderts bewundert werden, wie die Romantiker Caspar David Friedrich und Carl Blechem oder die Impressionisten Manet, Monet, Renoir. Auch die frühe Moderne ist hier vertreten – mit Werken u.a. von Aldolph Menzel, Max Liebermann, Lovis Corinth …
Die Alte Nationalgalerie ist Teil der weltberühmten Museumsinsel, die 1990 unter Unesco-Schutz gestellt wurde.

Die prächtige Alte Nationalgalerie
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Stadtrundgang Berlin-Mitte
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Berlin Alexanderplatz, FernsehturmIm Kalten Krieg war der Alexanderplatz offizielles Zentrum von „Berlin, Hauptstadt der DDR“, also Ost-Berlin. Das historische Zentrum um Gendarmenmarkt und dem Boulevard Unter den Linden lag dem Politibüro zu nah an der Mauer.

So wurden am Alex wichtige Institutionen gebaut, wie das größte Hotel der DDR – heute ParkInn -, das Haus des Lehrers, Haus des Reisens und die Kongresshalle.
Auch die Weltzeituhr, der berühmte Treffpunkt am Alex, sowie der Brunnen der Völkerfreundschaft, zeugen von der Bedeutung, die die DDR diesem Platz zuschrieb.

Den Namen hat der Platz vom russischen Zaren Alexander I., der 1815 Berlin besuchte. Ihm zu Ehren wurde er umbenannt. Vorher hieß er einfach nur Ochsenmarkt. Tatsächlich befand sich hier einst ein Viehmarkt außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern.

In den 20er Jahren wurde der Alexanderplatz zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt östlich des alten Stadtzentrums. Aus dieser Zeit stammt auch der wohl berühmtestete Berlin-Roman „Berlin Alexanderplatz“ von Döblin.
Die einzigen Vorkriegsgebäude, die hier überlebt haben, sind das Alexander- und das Berolina Haus von Peter Behrens.

Nach der Wende wurde ein Ideenwettbewerb für den Platz ausgeschrieben. Der Architekt Hans Kollhoff gewann ihn. Er stellte sich den Bau einiger 150m hoher Türme vor.
Passiert ist bisher kaum etwas. Noch immer herrscht hier eine gewisse sozialistische Tristesse. Die versucht man loszuwerden – mit dem Bau neuer Shopping Center.

Den Alexanderplatz sehen Sie u.a. während folgender Touren:
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Stadtschloss Potsdam

Schon unter dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm entstand Mitte des 17.Jahrhunderts auf einer alten Befestigungsanlage das Stadtschloss zu Potsdam. In der Folge wurde es nach dem Berliner Stadtschloss die zweite Hauptresidenz der Kurfürsten von Brandenburg, später der Könige Preußens und der Kaiser des Deutschen Reiches.
Während der Herrschaft Friedrichs des Großen baute Georg Wenzelslaus von Knobeldorff das Schloss am Alten Markt um. Neben dem Schloss Sanssouci – ebenfalls von Knobelsdorff – galt das alte Potsdamer Stadtschloss als wichtigstes Werk des Friderizianischen Rokoko.

Während der alliierten Luftangiffe des 14.April 1945  wurde die gleich neben der Nikolaikirche gelegene Schlossanlage schwer beschädigt.
Wie schon vorher das Berliner Stadtschloss ließ die DDR auch das Potsdamer Pendant bis 1960 wegsprengen. Die Schlösser galten dem Regime als Symbole des preußischen Militarismus. Als einziger Teil der ursprünglichen Schlossanlage überlebte der benachbarte Marstall, der mittlerweile als Film-Museum genutzt wird.

Heute hat Potsdam sein Stadtschloss wieder. Es wurde bis 2014 rekonstruiert – mit originaler Barockfassade aber modernem Innenleben. Es ist nun Regierungssitz des Bundeslandes Brandenburg. Deswegen kann man an der West-Fassade als Inschrift lesen: „Ceci n‘ est pa un chateau“ – das ist kein Schloss. So ändern sich die Zeiten.

Das Stadtschloss Potsdam zeigen wir Ihnen gern während dieser Touren:
Privater Stadtrundgang Potsdam
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Stadtkanal, PotsdamDer Stadtkanal in der Nähe des Alten Markts wurde ursprünglich zur Entwässerung des Stadtgebietes gebaut – wie Berlin hat auch Potsdam einen hohen Grundwasserspiegel.
Unter Friedrich Wilhelm I. wurde er bis 1722 begradigt und dann nach dem Vorbild holländischer Grachten ausgebaut.
In den Jahren 1962-65 ließ die Stadt ihn wegen zunehmender Geruchsbelästigung zuschütten.
Auf Initiative eines Fördervereins wurde bis zum Jahr 2000 das Teilstück an der Yorkstr. freigelegt und denkmalsgetreu saniert. In den Jahren zuvor befand sich hier ein Parkplatz.
Geht man heute entlang des ehemaligen Kanalverlaufs an der südlichen Dortustraße oder an der Straße „Am Kanal“, so kann man bei aufmerksamer Betrachtung in den Parkanlagen noch einige Teile der alten Kaimauern aus Sandstein entdecken.

Den Potsdamer Stadtkanal sehen Sie während dieser Führungen:
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 Schloss Sanssouci, PotsdamSchloss Sanssouci ist eines der berühmtesten Schlossanlagen in Deutschland und zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Seit 1990 gehört Sanssouci zusammen mit dem angrenzenden, weitläufigen Park zum Unesco-Weltkulturerbe.

Friedrich II. ließ zwischen 1745 und 1747 auf dem „Wilden Berg“, nordwestlich Potsdams sein Traumschloss Sanssouci („Ohne Sorge“) errichten.
Schon als Kind war Friedrich von dieser rauhen Gegend fasziniert. Sein Vater Friedrich Wilhelm I. hatte hier ein kleines Landhaus, in dem sich Kronprinz Friedrich von Zeit zu Zeit aufhielt. „Wenn ich König bin, dann baue ich mir hier ein Schloss“ war sein Credo.
Nach seiner Inthronisierung im Jahr 1740 setzte er diesen Plan um. Sein späterer Lieblings-Architekt, Georg Wenzelaus von Knobelsdorff (Ostflügel Schloss Charlottenburg, Potsdamer Stadtschloss …), übernahm den Auftrag und schuf ein bezauberndes Kleinod im friderizianischem Rokoko.
Hier hielt sich der König vorwiegend im Sommer auf, um Zuflucht zu suchen vor dem politischem Geschäft in Berlin. Hier traf er sich mit seinen engsten Freunden, um Tabak zu rauchen, zu philosophieren oder zu musizieren.
Zusammen mit dem Schloss entstanden auch die Weinterassen auf der Südseite und der erste Teil des Gartens von Sanssouci, ausgestattet unter anderem mit dem wunderschönen Chinesischem Teehaus.
Unter Friedrich Wilhelm IV. wurde das Schloss um zwei Seitenflügel vergrößert. Der Entwurf dazu stammt vom Schinkel-Schüler Ludwig Persius.

Schloss Sanssouci sehen Sie während dieser Touren:
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 Schloss Glienicke, Park GlienickeFährt man die Bundesstraße 1 vom Wannsee nach Potsdam, so erreicht man kurz vor der Glienicker Brücke das Schloss Glienicke.
Zwar liegt es noch im Berliner Stadtgebiet, aber es gehört schon – wie auch die benachbarte Pfaueninsel in der Havel –  zur UNESCO-geschützten Potsdamer Kultur- und Parklandschaft.

Das klassizistische Schlösschen mit italienischer Anmutung wurde nach Plänen Karl-Friedrich Schinkels in den sanften Hügeln des Landguts Glienicke an der Havel gebaut.
Auftraggeber war Prinz Carl von Preußen, der 1823 von seiner Italienreise zurückkam und den die Landschaft hier an das sonnendurchflutete Land südlich der Alpen erinnerte.

Die Anlage besteht aus dem Schloss, einem Casino und der „Großen“ und „Kleinen Neugierde“ – zwei Aussichtspavillions. Die „Große Neugierde“ befindet sich direkt vor der Glienicker Brücke.
Das Innere des Schlosses wurde mit seinem Rotem und Grünem Saal, dem türkisenen Schlafzimmer der Prinzessin und der blauen Bibliothek prächtig ausgestattet.

Hinter dem Schloss zur Havel hin laden auch heute noch Kolonaden zum Verweilen ein. Hier kann man den wunderbaren Blick auf die Havel am Besten genießen.
Vor dem Schloss zur Straße hin erfreut der Löwenbrunnen das Auge. Vorbild war hier der Brunnen der Villa Medici in Florenz.
Folgt der Blick von dort der Sichtachse über die Havel, so sieht man in der Ferne die Kuppel der Nikolaikirche am Alten Markt in Potsdam.

Schloss Glienicke sehen Sie während dieser Stadtrundfahrten:
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Schloss Charlottenhof, Park Sanssouci, PotsdamIm Jahr 1825 schenkte Friedrich Wilhelm III. seinem Sohn, dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm und seiner Gattin das Gelände südlich des Parkes Sanssouci.
Hier stand schon ein Gutshaus, das Karl Friedrich Schinkel von 1826 bis 1829 zu einer klassizistischen Villa im römischen Stil umbaute. Der offizielle Name der Anlage wurde Schloss Charlottenhof, nach der Vorbesitzerin Charlotte von Gentzkow.

Wie schon so oft arbeitete Schinkel mit Peter Joseph Lenné zusammen, dem genialsten Gartenarchitekten seiner Zeit. Er schuf den an das Schloss angepassten Garten als einen Höhepunkt seines Schaffens. Heute ist er ein bedeutender Teil der Potsdamer Parklandschaft.

Die Innenausstattung des Schlosses stammt ebenfalls von Schinkel. Das bürgerliche Behaglichkeit ausstrahlende Mobiliar ist fast vollständig erhalten.
Das berühmteste der 10 Zimmer des Schlosses ist wohl das im Stil eines römischen Feldherrenzeltes gestaltete „Zeltzimmer“. Hier lebte Alexander von Humboldt im Sommer der Jahre 1835-40.

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Schloss Cecilienhof, Potsdam

Schloss Cecilienhof wurde im Jahr 1917 – mitten im 1. Weltkrieg – fertiggestellt. Es ist das letzte Schloss, das die Hohenzollerndynastie  erbauen ließ. Direkt nach dem Krieg musste Wilhelm II. als letzter Kaiser des Deutschen Kaiserreiches abdanken.

Gebaut wurde die Anlage im englischen Tudor-Stil mit 5 Höfen und 55 Schornsteinen – die meisten als Dekoration  – für den ältesten Sohn des Kaisers, Wilhelm, und seine Gattin Cecilie.

In der Weimarer Republik und auch während der Nazizeit war es den Hohenzollern erlaubt, das Schloss weiter zu nutzten. Ende April 1945 flüchtete das Kronprinzenpaar dann vor den sowjetischen Streitkräften.

Nach Ende des Krieges wurde das Schloss durch die Potsdamer Konferenz berühmt . Vom 17.07. bis 07.08.1945 trafen sich hier die „Big Three“ – Churchill, Truman, Stalin – , um nach zähen Verhandlungen schließlich das „Potsdam Agreement“ zu unterzeichen – allerdings mit Clemens Atlee, denn Churchill hatte die Wahl zuhause verloren.
Für viele Historiker gilt die Konferenz als Beginn des Kalten Krieges.

Heute ist das Schloss in drei unterschiedlich genutzte Gebäudeteile gegliedert. Der westliche Teil wird nach einer aufwendigen Sanierung bald wieder als hochpreisiges Hotel genutzt.
Der Ost-Flügel beherbergt im ersten Stock die als Museum genutzten Privaträume des Kronprinzenpaares.
Der heute wichtigste Teil des Schlosses ist sicher die über den Ehrenhof zu erreichende Haupthalle. Dort und in den angrenzenden Bereichen fand die Potsdamer Konferenz statt. Hier steht noch immer der gewaltige runde Tisch, der extra aus Moskau für die Präsidenten und Ihre Stäbe eingeflogen wurde.

Das Schloss Cecilienhof ist mit einem kleinen Spaziergang entlang des Heiligen Sees auch von der Glienicker Brücke aus zu erreichen.

Schloss Cecilienhof fahren wir während dieser Touren an:
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 Schloss Babelsberg, PotsdamSchloss Babelsberg – ganz in der Nähe der Glienicker Brücke – wurde im Stil der englischen Gotik nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel und Ludwig Persius errichtet.
Ab 1833 wurde es für über 50 Jahre der offizielle Sommersitz des damaligen Kronprinzen Wilhelm, des späteren Kaisers Wilhelm II..
Hier fanden historisch relevante Ereignisse statt – wie das Gespräch zwischen König Wilhelm I. und Bismarck am 22.09.1872. Danach wurde Bismarck zum Ministerpräsidenten und Außenminister Preußens ernannt.
Auch Schloss Babelberg und sein nach englischem Vorbild von Fürst von Pückler-Muskau gestalteter Landschaftspark stehen als Teil der Potsdamer Parklandschaft unter UNESCO Schutz.

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Ruinenberg, Sanssouci, PotsdamZusammen mit dem Schloss Sanssouci ließ Friedrich II. nördlich der Schlossanlage bis 1746 den Ruinenberg anlegen.
Nach den Entwürfen des Architekten Knobelsdorff entstand eine antike Landschaft mit typisch römischen Säulen, einem toskanischen Rundtempel und normannischen Ruinen.
Die malerische Anlage liegt direkt nördlich des Haupteingangs des Schlosses. Alle Gäste des Königs fuhren hier in den Ehrenhof von Sanssouci. Beim Austeigen konnten Sie dann die erhöht gelegenen Ruinen bestaunen.

Viel wurde darüber spekuliert, warum der König seinen Gästen zur Begrüßung diesen Anblick bot. Der König war Philosoph – einer der ersten Monarchen der Aufklärung in Europa. Nach Auffassung vieler Historiker wollte er seinen Gästen mit der Ruinenkulisse zeigen, dass alles Leben, und so auch alle Königreiche, endlich sind.
Ein anderer Grund war praktischer Natur: auf dem Berg inmitten der „antiken“ Bauwerke wurde ein Wasser-Auffangbecken zur Versorgung der Fontänen im südlich gelegenen Park gebaut. Doch der Druck des durch ein Rohrsystem von Baumstämmen laufenden Wassers war zu gering, um sie zum Springen zu bringen. Der Alte Fritz musste leider auf dieses Spektakel verzichten.
Erst unter Friedrich Wilhelm IV. war es um 1840 mit der Einwicklung von Dampfmaschinen möglich, vom Auffangbecken auf dem Ruinenberg die Springbrunnen mit ausreichendem Wasserdruck zu versorgen. Zu diesem Zweck wurde ein Dampfmaschinenhaus am Ufer der Havel gebaut. Von dort wurde das Wasser auf den Ruinenberg gepumpt.

Den Ruinenberg sehen Sie während folgender Touren:
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Römische Bäder, Park Sanssouci, PotsdamSeit Friedrich dem Großen war die Architektur in Potsdam stark italienisch beeinflußt, vor allem von dem Architekten Palladio.
Aber Friedrich Wilhelm IV., der im Jahr 1840 – 100 Jahre nach Friedrich dem Großen – den Thron bestieg, beeinflusste die italienische Anmutung der Potsdamer Architektur wie kein anderer König vor ihm. Er war ein wahrlich glühender Liebhaber Italiens.
Neben Schlössern, wie dem Orangerie Palast, der sich an den Uffizien in Florenz orientierte oder der Friedenskirche im frühchristlich-italienischem Stil, ließ er auch im Park Sanssouci italienisch anmutende Schmuckbauten errichten. So auch die römischen Bäder ganz in der Nähes des Schlosses Charlottenhof.

Das Ensemble der romantischen Bäder im römischen Stil wurde von Karl Friedrich Schinkel entworfen, die Bauleitung übernahm sein Schüler Persius. Hier gibt es ein Caldarium (Warmbad), sowie ein Viridarium (Erholungsgarten). Als Badehaus wurde die Einrichtung allerdings nie genutzt. Sie wurde ausschließlich zur Dekoration geschaffen.
Zusammen mit dem umgebenden Park, dem Teich und der Insel in der Mitte vermitteln die Römischen Bäder den perfekten Eindruck einer italienischen Landschaft.

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Altes Rathaus, Potsdam

Als Friedrich II. im Jahr 1740 den Thron übernahm, war Potsdam ein kleiner, unwichtiger Ort an der Havel. Das sollte sich in den nächsten Dekaden ändern.
Als eine der ersten Maßnahmen zur Verschönerung Potsdams wurde der Alte Markt, das Herzstück des Städtchens, vom neuen König zu einer Piazza im römischen Stil umgebaut.

Neben dem prächtigen Stadtschloss, dem nicht weniger beeindruckenden Palazzo Barberini und dem Knobelsdorff-Haus, bildete das Rathaus eine reizvolle Ergänzung zum Markt-Ensemble. Verantwortlich für den Bau war Johann Bouman d. Ä., der spätere Oberbau-Direktor, der auch das Holländische Viertel geschaffen hatte – allerdings schon unter Friedrich-Wilhelm I., dem Vater Friedrichs II.

Die Fassade des Alten Rathaus wurde – wie so oft in Potsdam – nach Plänen des italienischen Architekten Palladio gestaltet. Acht Korinthische Säulen und Sandstein-Figuren, die die bürgerlichen Tugenden symbolisieren sollen, beeindrucken ebenso wie die Skulptur auf der Kuppel des Gebäudes – ein vergoldeter Atlas, die Weltkugel tragend. Dieser wurde von den Potsdamern despektierlich „die Puppe“ genannt.
Bis 1875 war im Turm des Rathauses das Stadtgefängnis untergebracht. „Unter der Puppe sitzen“ bedeutete für die Potsdamer folgerichtig, dass jemand im Stadtgefängnis einsaß.

Das Alte Rathaus Potsdams sehen Sie während folgender Führungen:
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 Schloss Pfaueninsel, BerlinIn seinem Roman „Pfaueninsel“ beschreibt Thomas Hettche eindrucksvoll die idyllische Insel in der Havel als Rückzugort der Preußenkönige im 19.Jahrhundert.
In einer wohl gestalteten Umgebung entspannten sich hier die Herrscher und Ihre Entourage vom politischen Geschäft in der benachbarten Hauptstadt Berlin.

Nachdem Friedrich Wilhelm II. die Insel mit dem alten Baumbestand 1793 erworben hatte, wurde sie von den namhaftesten Landschaftsarchitekten Ihrer Zeit – Eyserbeck und Lenné – zu einem fantasievollen Paradiesgarten umgestaltet.
Es enstand außerdem ein Schlösschen im märchenhaften Ruinenstil, das ab 1797 als königliche Sommerresidenz diente.

Bevölkert wurde die Insel von allerlei exotischen Getier, wie Löwen, Känguruhs und natürlich Pfauen. Für das 19. Jahrhundert wunderliche Wesen sorgten für die Belustigung des Hofstaats, wie Mohren, Zwerge, Riesen und Südseeinsulaner.
Anhand seiner Protagonistin, der kleinwüchsigen Marie, beschreibt Hettche authentisch die unwirkliche Atmosphäre auf der kleinen Insel.

Vieles, was die 67 Hektar große Insel so einzigartig machte, ist bis heute erhalten. Von hier überblickt man die einzigartige Havellandschaft von der Glienicker Brücke bis Sacrow, mit Sichtachsen zur Potsdamer Nikolaikirche und zum fantastischen Belvedere auf dem Pfingstberg.

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Potsdamer Parklandschaft

„Potsdamer Parklandschaft“  bezeichnet  den Kulturraum in und um Potsdam. Über 400 Jahre haben hier Architekten, Gartenarchitekten und Künstler für die Kurfürsten, Könige und Kaiser der Hohenzollerndynastie, die Brandenburg-Preußen für über 500 Jahre regierten, ein einzigartiges Ensemble von Garten- und Schlossanlagen geschaffen.
Die Residenzstadt Potsdam mit seinen Gärten wurde so zu einem Kleinod des Königreiches Preußen und bezaubert heute Millionen von Besuchern.

Die Potsdamer Parklandschaft umfasst u.a. die Pfaueninsel in der Havel und das Schloss Glienicke mit dem angrenzenden Park – noch auf Berliner Gebiet.
Außerdem natürlich das Schloss Sanssouci mit seinem Barockgarten und dem Landschaftsgarten, der wie viele andere Gärten stark von der englischen Gartenbaukunst des 18. Jahrhunderts beeinflusst wurde.

Ebenfalls in die Potsdamer Parklanschaft integriert sind der Neue Garten mit Schloss Cecilienhof und Marmorpalais, Park Babelberg mit dem gleichnamigen Schloss – aber auch die landwirtschaftlich genutzten Gebiete nördlich des Krongutes Bornstedt,  die Bornimer Feldflur.
Als herausragender Gartenbau-Architekt hat Peter Joseph Lenné im 19.Jahrhundert alle schon vorhandenen Gärten zu der heute so beeindruckenden Kulturlandschaft vereint und gestaltet.

Nehmen Sie sich Zeit und entdecken Sie diese abwechslungsreiche Landschaft. Sie bietet eine Zeitreise durch die Architektur-, Kunst- Und Gartenbaugeschichte der letzten Jahrhunderte.
Aus gutem Grund wurde die „Potsdamer Parklandschaft“ 1990 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.

Die Parklandschaft Potsdam genießen Sie während folgender Touren:
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